Hardheim

Was in Höpfingen geschah Größere, teils von langer Hand geplante Projekte verwirklicht / Vereine bewiesen Kreativität in Coronazeiten

Seniorenzentrum hat schon geöffnet, „Netto“ arbeitet daran

Archivartikel

Höpfingen.Corona zum Trotz dominierten das Höpfinger Stimmungsbild 2020 ähnliche Themen wie im Vorjahr: Nachdem sich aufgrund der Umstellung des Haushalts von kameralistischer Buchführung auf die Doppik finanzielle Probleme schonungslos abzeichneten, muss Geld gespart werden.

Auf der anderen Seite konnten dennoch einige größere und teils von langer Hand geplante Projekte verwirklicht werden. Dazu zählt insbesondere die Ansiedlung eines Nahversorgers: Nachdem Verwaltung und Bürger rund ein Vierteljahrhundert lang darauf hingearbeitet hatten, wurde der Bau einer Netto-Filiale an der Heidelberger Straße/B27 spruchreif. Derzeit laufen die Vorarbeiten; mit der Eröffnung des 1100 Quadratmeter Verkaufsfläche und ein Bäckerei-Café umfassenden Markts ist im Sommer 2021 zu rechnen. Diese verbesserte Infrastruktur dürfte neben den „Alteingesessenen“ auch diejenigen erfreuen, die sich einen Bauplatz im Neubaugebiet „Heidlein II“ gesichert hatten. Rund ein Jahr nach dem ersten Spatenstich ist im Bereich zwischen dem Karl-Fürst-Weg und dem Kosmas-Hauck-Weg kein freies Grundstück mehr zu bekommen.

Zwischen Supermarkt und „Heidlein“ wurde ein weiteres Großprojekt realisiert: Das Geras-Seniorenzentrum Höpfingen nahm seinen Betrieb zum November auf und stellt 75 Pflegeplätze bereit.

Auch in Waldstetten wurde mit der Sanierung der maroden, im Volksmund auch als „Kirchengasse“ bezeichneten Dr.-Thomas-Nörber-Straße ein mehrfach verschobenes Projekt angegangen.

Dennoch hinterließ die Corona-Pandemie auch im so beschaulich anmutenden „Quetschedorf“ ihre Auswirkungen: Nur kurz nach der wie üblich gebührend gefeierten Fastnacht kehrte Ruhe in das gesellschaftliche Leben ein. Das bedeutete, dass auch beliebte Feierlichkeiten wie Weihnachtsmarkt und Seniorenfeier, das Schlachtfest der FG „Höpfemer Schnapsbrenner“, das Musikerfest und das Quetschefescht entfallen mussten. Aber „Höpfi“ wäre nicht „Höpfi“, hätten die Vereine nicht ihre ganze Kreativität in die Tat umgesetzt, um in jener doch etwas anderen Zeit für Abwechslung zu sorgen: Sowohl die Einkaufsaktion des TSV als auch das Platzkonzert des Musikvereins und der auf etwas andere Weise gefeierte „Elfe Elfte“ setzten so spezielle wie unvergessliche Akzente. Das galt auch für den „zauberhaften Adventskalender“.