Hardheim

Ruftaxi Weitere Linie / Gemeinde übernimmt neu berechneten Finanzierungsanteil

Schweinberg wird mit einbezogen

Hardheim.Der sogenannte Ruftaxiverkehr stellt ein Verkehrsangebot am Abend, an den Wochenenden sowie an Feiertagen im Neckar-Odenwald-Kreis dar. Bei der jüngsten Sitzung des Hardheimer Gemeinderats wurde das geplante neue Konzept von Hauptamtsleiterin Mareike Brawek vorgestellt.

Das Ruftaxi ist ein im Linienverkehr nach festem Fahrplan eingesetztes Fahrzeug, das nur dann fährt, wenn es spätestens eine Stunde vor Abfahrt telefonisch „gerufen“ wird. Das heißt, durch den Fahrgast muss die laut Fahrplan gewünschte Fahrt mitgeteilt werden, ebenso wie an welcher Haltestelle zu- und ausgestiegen werden soll.

Die ersten Ruftaxi-Verkehre wurden 1999 eingeführt. Derzeit gibt es 23 Linien in sieben Bedienungsgebieten, welche die Städte und Gemeinden miteinander verbinden und an die Knotenpunkte des Öffentlichen Nahverkehrs anbinden. Die Kosten für einen Einzelfahrschein richten sich nach den Busfahrpreisen.

Die Kosten für das Ruftaxi, abzüglich der Fahrgeldeinnahmen, werden durch den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) mit 45 Prozent bezuschusst. Der Restanteil wird durch den Landkreis- (derzeit 30 Prozent) und einen Gemeindeanteil (70 Prozent) abgedeckt.

Die Verteilung innerhalb der Städte und Gemeinden erfolgt anhand der Bedienungsgebiete mit den jeweils bedienten Ortschaften zu einem prozentualen Verhältnis anhand der Einwohnerzahlen. Im Zuge des neuen Konzepts erhöht der Landkreis seinen Finanzierungsanteil auf 50 Prozent.

Bisher war die Gemeinde Hardheim einer Linie Hardheim/Walldürn zugeordnet. Die Kostenbeteiligung der Gemeinde betrug 2019 hierfür 2423,95 Euro, die Linie Hardheim/Seckach kostete 3564,31 Euro, gesamt folglich 5988,26 Euro. Künftig soll das Angebot um eine weitere Linie („Hellgrün“) erweitert werden (Hardheim bis Osterburken). Und: Schweinberg (bisher nicht angefahren) wird mit einbezogen. Der neu berechnete Finanzierungsanteil der Gemeinde Hardheim beträgt 9141,63 Euro jährlich.

Bürgermeister Rohm bezeichnete das Konzept als gelungen und erklärte: „Das Geld ist sehr gut angelegt.“ Gemeinderat Eric Bachmann konnte es ebenfalls „nur begrüßen“ und erklärte, dass die Erweiterung Richtung Osterburken „tatsächlich ein Mehrwert“ sei. Klaus Kreßner schloss sich an, forderte aber auch, „verstärkt etwas für die Buslinien zu tun“, um die Beförderung der Schüler zu verbessern. mem