Hardheim

„Movember“ Oliver Withopf solidarisiert sich mit der Stiftung mit einer besonderen Aktion / Bewusstsein für physische und psychische Gesundheit von Männern erhöhen

Schnurrbart tragen für einen guten Zweck

Archivartikel

Hardheim/Walldürn.Gerade für Männer kommt es häufig dem „gesellschaftlichen Offenbarungseid“ gleich, sich Krankheiten einzugestehen und nötige Behandlungen ins Auge zu fassen. Dem wirkt die 2003 in Australien gegründete Stiftung „Movember“ entgegen, die jährlich mehr als 1250 Gesundheitsprojekte für Männer weltweit unterstützt.

Durch Millionen an Spendeneinnahmen wird das Bewusstsein für die physische und psychische Gesundheit von Männern erhöht. Der 23-jährige Oliver Withopf solidarisiert sich mit der Stiftung mit einer besonderen Aktion.

Spontane Aktion

„Der Name Movember ist eine Zusammensetzung der englischen Wörter ‘moustache’ (Schnurrbart) und ‚November’ und ergab sich, als Männer dazu aufgefordert wurden, sich für einen Monat lang einen Schnurrbart wachsen zu lassen. Dabei ließen sie sich von Freunden, Familie oder Kollegen sponsern, um Geld für die Prävention, Erforschung und Behandlung von Prostata- und Hodenkrebs zu sammeln“, erklärt er. Oliver Withopf wurde durch den bekannten DJ und Influencer Jan Leyk auf die Aktion aufmerksam und entschloss sich spontan zur Unterstützung: „Ich lasse mir den ganzen November über einen Schnurrbart stehen, da ich bereits selbst einige solche Krankheitsfälle im Familien- und Bekanntenkreis hatte und man einfach anders denkt, hat man so etwas im direkten Umfeld erlebt. Gerade in dieser schlimmen Coronazeit vergisst man oft auch andere wichtige und sinnvolle Angelegenheiten, die man nicht aus den Augen verlieren sollte, wie auch solche Projekte und Stiftungen. Auch aus dieser Perspektive war es für mich selbstverständlich, mit zu machen“, räumt der 23-Jährige ein, für den Rasierschaum und Klinge derzeit passé sind.

„Eigentlich bin ich eher Dreitagebartträger, aber der Schnauzer stört mich nicht wirklich. In der Öffentlichkeit muss man aktuell sowieso fast überall einen Mundschutz tragen – und eine Lebensgefährtin, die sich an dem Schnauzbart stören könnte, gibt es zur Zeit auch nicht. Deswegen stand der ganzen Aktion absolut nichts im Wege“, betont er lachend. Schon jetzt kann der in Hardheim aufgewachsene Walldürner eine durchaus ansehnliche Bilanz ziehen: „In bereits weniger als einer Woche sind über 300 Euro zusammengekommen. Es gab Spenden sowohl von Privatleuten als auch einigen Firmen und Geschäften – damit hätte ich niemals gerechnet“, freut sich Oliver Withopf.

Er geht seinen Weg nicht allein, da er vor Kurzem seinen ebenfalls aus Hardheim stammenden Freund Patrick Biringer als Mitstreiter gewinnen konnte.

„Zusammen kommen wir aktuell auf 400 Euro, wobei unser gemeinsames Ziel darin besteht, noch im November die 700-Euro-Marke zu knacken und damit ein Zeichen von Hilfsbereitschaft zu setzen“, erläutert er.

Es sei gar nicht schwer, von sich aus tätig zu werden: „Wer selbst einen Spendenaufruf starten möchte, kann sich ein einzelnes Profil anlegen oder auch im Team mit anderen Freunden Spenden sammeln. Die eingegangen Spenden gehen dann direkt an Movember Germany“, informiert der 23-jährige abschließend.