Hardheim

Hardheimer Ortskern Historisches Bild zeigt die baulichen Veränderungen / Verkehrsführung nahezu identisch geblieben

Platzmangel durch Neubau behoben

Archivartikel

Im Hardheimer Ortskern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten einiges getan. Das historische Bild, von Heinz Bernhard aufgenommen, zeigt die Veränderungen.

Hardheim. Wie das von Heinz Bernhard in den 50er-Jahren aufgenommene Foto im Vergleich mit der aktuellen Aufnahme zeigt, hat sich in Hardheims Ortskern seit dieser Zeit doch einiges verändert. Einzig das noch heute bestehende Gasthaus „Badischer Hof“ sowie im weitesten Sinne die Verkehrsführung der B 27 (heutige Würzburger Straße) blieben erhalten.

Die Notwendigkeit einer Sanierung der seinerzeitigen „Hofacker-Siedlung“ – auf der historischen Aufnahme sieht man Teile davon – wurde nach dem Gemeinderatsbeschluss vom 23. Januar 1953 angeordnet, um mit einer damit einhergehenden Straßenverbreiterung Herr über das steigende Verkehrsaufkommen zu werden und auch baufällige Anwesen abzureißen. Gerade der Marktplatz (heute auch als „Volksbankkreuzung“ bekannt) erwies sich als Engpass, der einige Probleme mit sich brachte. 1955 wurde der Bebauungsplan „Hofackerstraße/Marktplatz“ genehmig. Man begann mit dem Abriss von Häusern, an deren Stelle einige der Grundstückseigentümer neue Anwesen errichteten.

Als Beispiele hierfür dienen die zwischen 1956 und 1958 in ihrer derzeitigen Form errichteten Geschäftshäuser der Firmen Beuchert und Ballweg sowie das 1963 bezogene Wohn- und Geschäftshaus, in welchem sich heute die Bäckerei Dietz/Thorwart befindet. Die dafür der Abrissbirne zum Opfer gefallenen Gebäude sind am linken Bildrand zu sehen.

Einweihung Anfang 1965

An Stelle des Konditorei-Cafés Adelmann wurde das die Volksbank beherbergende Gebäude Anfang 1965 eingeweiht – allerdings noch mit schräg zur Fahrbahn gruppierten Parkflächen anstelle der auf dem aktuellen Bild sichtbaren Längsparkbuchten.

Um freie Sicht auf das Schloss zu ermöglichen, wurde der „Platz der Begegnung“, der eine Brunnenanlage sowie eine in den frühen 2000er-Jahren in Betrieb genommene Imbissbude aufweist, nicht bebaut und gemeinsam mit der im Volksmund als „Alpengarten“ bekannte Parkanlage als Erholungsstätte im Herzen Hardheims 1971 eingeweiht. Somit wurde mit dem Ende der immerhin achtzehn Jahre andauernden Maßnahme „Sanierung Hofacker A“ die prägenden Säulen des gegenwärtigen Ortsbilds geschaffen.

Die bis dato letzte größere Arbeit in diesem Gebiet betraf zwischen Ende 2013 und Anfang 2014 die Oberflächensanierung der Straßendecke. Für einigen Unmut sorgten allerdings die aufgrund spätherbstlicher Witterung mit einiger Verspätung aufgetragenen Fahrbahnmarkierungen.

Im Sanierungsgebiet „Hofacker B“ südlich der Würzburger Straße wurden die letzten Häuser Ende der 70er-Jahre abgerissen, um dem wenige Jahre später begonnenen, Ende 1981 eingeweihten Neubau des Einkaufszentrums „Erfaparks“ zu weichen.

Der „Abschnitt C“ der Hofackersanierung betraf Holzgasse und Riedstraße. Im Zuge jener Arbeiten wurde der Blick auf den charakteristischen Steinernen Turm als ein Wahrzeichen der Erftalgemeinde freigelegt.