Hardheim

Friedhof in Hardheim Mitarbeiter des Gemeindebauhofs haben im Areal um das Missionskreuz mit großem Gerät gewerkelt

Platz der Besinnung und der Ruhe entsteht

Hardheim.Bei einer Begehung des Friedhofs im Herbst 2019 mit Bürgermeister Volker Rohm, der damaligen Bauamtsleiterin Denise Schenkel, Nico Beyer vom Bauhof, den Mitgliedern des Arbeitskreises Denkmalspflege, Helmut Berberich, Traudel Hohmann und Bernhard Löffler, sowie den Repräsentanten des Museumsvereins „Erfatal“, Irmela und Lars Günther, wurden Planungen zu einer effektiven Verschönerung des Friedhofsareals besprochen (die FN berichteten).

Dazu hatte der Arbeitskreis Denkmalspflege ein Grundkonzept vorgestellt. Aufgrund dieser Handreichung aus der Begehung hatte der Bauhof der Gemeinde neben den laufenden Arbeiten auf dem gesamten Gemeindegebiet verschiedene Arbeiten begonnen und auch beendet.

Veränderungen fallen ins Auge

Jetzt, nachdem die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs im Areal um das Missionskreuzes kurz nach dem Friedhofseingang mit großem Gerät werkeln, stellten Friedhofsbesucher Veränderungen fest, die ins Auge fallen. Dort wurden neben dem „Schwesterngrab“ als Erinnerung an die Franziskanerinnen, die am Hardheimer Krankenhaus segensreich gewirkt haben, auch andere aufgelassene Gräber in eine Umgestaltung mit einbezogen. Es soll dort, im ältesten Friedhofsareal optisch zusammengefasst, ein Platz der Besinnung und der Ruhe entstehen.

Volker Rohm hatte seinerzeit das Motto vorgegeben: „Ein Friedhof ist ein sehr sensibler Bereich, und hier gilt es die Arbeiten mit Bedacht anzugehen“.

Diese Gedanken des Bürgermeisters scheinen sich jetzt zu verwirklichen, denn die Anlage ist zwar im Rohbau, vermittelt aber schon jetzt die Dimensionen und das künftige Flair dieses Platzes.

Aber das sind nicht die ersten Maßnahmen, die auf dem Friedhof sichtbar werden. Bereits fertiggestellt ist unterhalb der Friedhofsmauer ein neugestalteter Platz für eine Wasserentnahme mit einer Ruhebank. Nicht weit entfernt davon wurde der Efeubewuchs über der Gedenktafel für die erste Friedhoferweiterung in 1861 entfernt und sichtbar gemacht.

Präzise gearbeitet

Auf der gleichen Ebene wurden auch die Gedenksteine der drei polnischen Kriegsgefangenen an einem würdigen Platz zusammengefasst. Alle drei Maßnahmen haben Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde präzise und perfekt gestaltet.

Und schließlich wurde der starke Efeubewuchs am unteren Ende des ältesten Bereichs des Friedhofs entfernt. Damit wird die Buntsandsteinmauer optisch gut in Szene gesetzt und gleichzeitig der mauerschädliche Bewuchs entfernt.

Die Maßnahme, eine Jesusstatue aus Buntsandstein aus dem hinteren Friedhofbereich in das Areal des Kriegerdenkmals gleich am Eingang von der Riedstraße her zu versetzen, ist schon vielen Friedhofsbesuchern aufgefallen. Sie war die erste Maßnahme der Neugestaltung des Friedhofs.

Als nächste größere Veränderung steht die Umgestaltung des Bereichs der Soldatengräber und der drei beim Bombenangriff im Dornberger Wald getöteten drei Holzarbeiter an.