Hardheim

Naturpark Neckartal-Odenwald Kindergartenkinder säen Blumenwiese / 7000 Quadratmeter Fläche in Hardheim zur Verfügung gestellt

Neuer Lebensraum für Insekten

Archivartikel

Auf 7000 Quadratmetern sollen zukünftig in Hardheim Blumen für Insekten blühen. Jungen und Mädchen des Kindergartens „Kindervilla Kunterbunt“ haben sich tatkräftig an dem Projekt beteiligt.

Hardheim. Fluginsekten brauchen Lebensraum – erst recht, nachdem ihr Bestand laut einer Studie in den zurückliegenden 26 Jahren um mehr als 75 Prozent zurückgegangen ist. Als ideales Habitat für Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge sollen bunte Blumenwiesen dienen, die durch das Projekt „Blühender Naturpark“ des Naturparks Neckartal-Odenwald eingesät werden.

Die jüngste Pflegemaßnahme führte Projektmanagerin Michaela Kahl nach Hardheim, wo sie mit den Mädchen und Jungen des Gemeindekindergartens „Kindervilla Kunterbunt“ eine der fünf von Bürgermeister Volker Rohm bereitgestellten Flächen auf Hardheimer Gemarkung anging.

So liefen die Kinder am Morgen an die Alte Würzburger Straße, wo Michaela Kahl bereits auf sie wartete. Im Beisein von Bauamtsleiterin Denise Schenkel, Bauhofleiter Robby Schenkel und Mitarbeiter Josef Grimm, Schulsozialarbeiter Christian Parth sowie den Erzieherinnen Katharina Hack, Lydia Scherzinger und Mitarbeiterin Gabi Weimann bedankte sich Kahl bei den Kindern für die Mithilfe.

Auf kindgerechte Weise erläuterte sie ihnen die Wichtigkeit eines geeigneten Lebensraums für Insekten: „Sie sind auch für uns Menschen unverzichtbar“, ließ sie wissen und fügte an, dass über das vom Sonderprogramm des Landes zur Stärkung der biologischen Vielfalt geförderte Projekt allein in diesem Jahr im Naturpark Neckartal-Odenwald Blühflächen von 6,3 Hektar Gesamtfläche neu angelegt und weitere zwei Hektar – wie in der Gemeinde Hardheim, die sich in diesem Jahr mit einer Fläche von mehr als 7000 Quadratmetern an der seit 2018 laufenden Aktion beteiligt – durch eine Pflegeumstellung aufgewertet wurden.

Es solle nicht nur Lebensraum erhalten werden, sondern auch den Bürgern ein größeres Verständnis für blütenbesuchende Insekten vermittelt werden.

Viel Spaß bei der Arbeit

Vorgesehen ist dabei, dass die ausgewählten Flächen im Rahmen der Aussaat- und Pflegeaktion zu neuem Nahrungs- und Lebensraum für heimische Insekten werden. Die Vorbereitung oblag nach der Einsichtnahme den jeweiligen Kommunen, wie die Projektmanagerin erklärte.

Nachdem die Gruppen gebildet worden waren, ging das „frohe Schaffen“ auch schon los: Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen sowie Robby Schenkel und Josef Grimm sammelten die Kinder das auf dem Erdboden liegende Gras auf, warfen es in ihre Eimer und brachten es in einen Container, mit dem es der Entsorgung zugeführt wird.

Dabei entwickelten sie einen bemerkenswerten Aktionismus: „Sie haben einfach einen Heidenspaß“, freute sich Christian Parth und lobte auch das Schaffen neuer Lebensräume für Insekten als „gute Idee, die der Allgemeinheit zugutekommt“. Nicht unerwähnt ließ er, dass die Teilnahme an dem Projekt von Erzieherin Katharina Hack organisiert wurde.