Hardheim

Was 2019 in Höpfingen geschah Eintrittspreise für das Familienbad deutlich erhöht / Stadtsanierung abgeschlossen / „Strickrekord“

Licht, Schatten und manche personellen Wechsel

Archivartikel

Höpfingen.Wenn 2019 zur Neige geht, endet ein für Höpfingen zumindest aus verwaltungstechnischer Sicht nicht durchweg einfaches Jahr: Nachdem die Haushaltsumstellung von der Kameralistik auf die Doppik schonungslos die finanziellen Probleme der Kommune offenlegte, mussten Gemeinderat und Verwaltung rasch nach Lösungen suchen. Ein erster, nicht unumstrittener Ansatz bestand darin, die Eintrittspreise des Familienbads zum 1. Mai um durchschnittlich 60 Prozent zu erhöhen. Auf der anderen Seite geriet es dadurch aber wieder ins Visier zahlreicher Unterstützer und Gönner, was ein Gespräch mit MdL Peter Hauk (CDU) als Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bekräftigte.

Auch die allgemeine Entwicklung Höpfingens scheint einen positiven Verlauf zu nehmen, zumal der langgehegte Wunsch nach einem Einkaufsmarkt an der B 27 kurz vor der Verwirklichung steht, die Kindertagesstätte St. Martin seit Januar neue Möglichkeiten der Kinderbetreuung bietet, in direkter Nachbarschaft mit einer beispielhaften Aktion der Schulhof neu gestaltet wurde und das Neubaugebiet „Heidlein II“ in absehbarer Zeit um das „Heidlein III“ ergänzt wird.

Auch konnte die noch unter Altbürgermeister Ehrenfried Scheuermann vor über zwei Jahrzehnten begonnene Stadtsanierung abgeschlossen werden. Kommunalpolitisch nahm der neue Gemeinderat im Juli seine Amtsgeschäfte auf, wobei sich in der Verwaltung kein Generationswechsel ergab.

Eine Ära ging in Waldstetten zu Ende: Nach 38 Jahren wurde der engagierte Ortsvorsteher Helmut Hartmann im Juli verabschiedet; als Nachfolger fungiert Andreas Schäfer. Ein weiterer Wechsel erfolgte im Schönstattzentrum Mariengart, wo Schwester Elena Karle im Oktober als Nachfolgerin der Schwestern Marie-Gudrun Glückert und M. Rosa Grüner eingeführt wurde.

Ein Garant für zahlreiche Extras waren in „Höpfi“ einmal mehr die Vereine. An der Spitze stand der auf Initiative von Marie Böhrer und Heimatverein durchgeführte „Strickrekord“, der mit 466 Teilnehmern aus 85 Ortschaften den Rekordtitel nach Höpfingen holte. Kulturell setzte vor allem die Aufführung der „Schubert-Messe“ in der Pfarrkirche St. Ägidius einen Akzent: Der Männerchor, der junge Chor „Vocalis“, der Kirchenchor sowie die beiden Kapellen des Musikvereins Höpfingen begeisterten im April zahlreiche Zuhörer.