Hardheim

Neues Buch „Kulturaufgabe Weltraumschiff – Die Geschichte des Vereins für Raumschifffahrt“ von Dr. Wolfgang Both erschienen

Leistungen von Hohmann gewürdigt

Hardheim/Berlin.Mit dem Buch „Die Erforschung des Weltraums mit Reaktionsapparaten“ von Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski wurde das „Tor“ zum Raumfahrtzeitalter aufgestoßen. In Deutschland gehörte zu diesen Enthusiasten unter anderem der gebürtige Hardheimer Walter Hohmann. Ihre Arbeiten an Raketen markierten die ersten Schritte auf dem Weg zum Mond und zu den Planeten.

Vor 90 Jahren wurde der erste Raketenflugplatz der Welt in Berlin gegründet. Voraus ging im Sommer 1927 die Gründung des Vereins für Raumschifffahrt in dessen Vorstand auch Walter Hohmann gewählt wurde. Nach den wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema Weltraumfahrt von Hermann Obert (1923) und Walter Hohmann (1925) folgten unter anderem Arbeiten von Alexander Scherschewsky (1928) und populäre Darstellungen des Themas durch Max Valier (1925).

Die Geschichte des Vereins für Raumschifffahrt rund um Raketen und den Raketenflugplatz, sowie die Biografien der Pioniere der Weltraumfahrt erzählt das neu erschienene Buch von Dr. Wolfgang Bath.

Der Autor rekonstruierte anhand zahlreicher Dokumente ein bisher ungeschriebenes Kapitel deutscher Technikgeschichte. Damit geht er über die Biografien damaliger Protagonisten wie Hermann Oberth, Rudolf Nebel, Wernher von Braun und Walter Hohmann hinaus und schildert deren Beziehungen, ihr Zusammenwirken, ihre Erfolge und Misserfolge sowie ihren Wettbewerb im Zeitraum 1923 bis 1934.

Die Dokumentation stützt sich zu 99 Prozent auf Belege und Archivmaterial. Ein umfangreicher technischer Anhang mit den damals geschaffenen Raketen ergänzt die Darstellung. Von Wolfgang Both erschien bereits im vergangenen Jahr ein Buch mit einer Hohmann-Biografie (wir berichteten).