Hardheim

Evangelische Kirchengemeinde Zu „St. Martin“ fand in Zeiten von Corona ein „Kindergottesdienst Spezial“ statt – und zwar vor der Kirche

„Lasst uns zu kleinen St. Martins werden“

Archivartikel

Hardheim.Normalerweise ziehen am Martinstag Kinder mit ihren Laternen durch die Hardheimer Straßen und singen Lieder. Da durch Corona und den „Lockdown light“ kein gewöhnlicher Martinstag und die damit einhergehenden Laternenzüge möglich waren, hatte man sich in vielen Städten und Gemeinden auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Die Verantwortlichen der evangelischen Kirchengemeinde Hardheim-Höpfingen, allen voran Pfarrer Markus J. Keller und seine Frau Caroline, haben sich dazu entschlossen, am Mittwochabend einen „Kindergottesdienst Spezial“ zu St. Martin zu feiern. Welcher Corona-bedingt allerdings nicht in der evangelischen Kirche, sondern auf der mit zahlreichen Laternen dekorierten Straße – und samt einem im Kerzenlicht strahlenden „Laternenbaum“ – vor dem Gotteshaus stattfand. Anders als in den Vorjahren durfte dieses Mal zwar nicht mitgesungen und laut mitgebetet werden, und die Erwachsenen mussten einen Mund-Nase-Schutz tragen und Abstand halten. Das war aber für die Kleinen Nebensache. Sie trugen stolz ihre meist selbst gebastelten Laternen, während sie den Martinsliedern „vom Band“ lauschten.

Pfarrer Keller ging kurz auf die „großartige Botschaft“ ein, die sich mit dem heiligen Martin verbindet. Und erklärte: „Wir brauchen Vorbilder wie ihn für unseren Glauben. Er hat auf vorbildliche Weise gezeigt, was es heißt, Christ zu sein. Lasst uns alle zu kleinen St. Martins werden – und anderen Menschen was Gutes tun.“

„Ein St. Martin auf einem Pony ist natürlich auch dabei“, hatte der Seelsorger den Fränkischen Nachrichten im Vorfeld angekündigt – und Wort gehalten.

Und: Im Anschluss gab es, ebenfalls wie versprochen, für die rund 50 Mädchen und Jungen eine „Martinstüte“ mit Süßigkeiten und eine Kleinigkeit zum Basteln.