Hardheim

„Auf Fontanes Spuren“ Mehrtägige VHS-Bildungsreise führte nach Brandenburg

Künstler noch heute omnipräsent

Archivartikel

Hardheim/Buchen.Bei der mehrtägigen VHS-Bildungsreise „Auf Fontanes Spuren“ anlässlich des 200. Geburtstags des Dichters lernten die Teilnehmer aus dem Neckar-Odenwald und dem Main-Tauber-Kreis auch einen Teil des Bundeslandes Brandenburg kennen und bekamen Einblick in die Geschichte und in die Bedeutung Preußens. Zur Verdeutlichung des Lebens und des Wirkens von Fontane besuchten die Teilnehmer verschiede Orte und Lebensbereiche des Dichters und dabei nicht zuletzt solche, die in seinen Werken eine Rolle spielen. Darunter fallen die Mark Brandenburg und Ribbeck im Havelland.

Zum Programm des Ausflugs zählte unter anderem der Besuch der Liebermann-Villa mit Fontane-Werken und solchen des Malers Lesser Ury, mit dem er in „herzlicher Abneigung“ verbunden war. Der Reiseleiter, der immer Anekdoten zur Landschaft, den Städten, Dörfern und dem Leben und Werk von Fontane parat hatte, führte die Teilnehmer durch eine Präsentation von Nikolskoje und der Halbinsel Werder, ehe es in die Stadt Brandenburg ging. Diese hat als erste christliche Besiedlung der Region mit ihrem imponierenden Dom die älteste Backsteinkirche Norddeutschlands. Den ersten direkten Kontakt zu Fontane bekamen die Teilnehmer beim Besuch von Ribbeck, dem durch Fontanes Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ wohl berühmtesten Ort in Brandenburg.

Der berühmte Birnbaum steht wohl nicht mehr, ein anderer hat seinen Platz eingenommen, doch wird an diesem Ort die Erinnerung an die Ribbecks mit deren Friedhof und den Dichter nachdrücklich gepflegt. Dazu gehört auch die Kirche, dessen alte Schule mit dem dort gereichten Lieblingskuchen des Dichters und eine Anlage mit von allen Bundesländern gepflanzten Birnenbäumen. Zudem ließ eine Künstlerin vor der Kirche ein überdimensionales beeindruckendes Kunstwerk in Form einer Birne entstehen. Der Besuch vor Ort ließ deutlich werden, wie der Dichter heute noch erfolgreich „vermarktet“ wird.

Auf der Fahrt zur Führung im Schloss Rheinsberg erlebten die Teilnehmer die Landschaft, der Fontane mit seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat, ehe nach einer Seenrundfahrt in Neuruppin unter anderem das Geburtshaus Fontanes in Augenschein genommen wurde.

Schließlich beeindruckte Potsdam als Hauptstadt mit den von den preußischen Königen angelegten Schlössern, insbesondere mit dem dominanten neuen Palais und den Parks als „Unesco“-Weltkulturerbe. Zudem wurden Eindrücke von der Stadt und auch von dem für die politischen Entscheidungen nach dem Zweiten Weltkrieg bedeutsamen Schloss Cecilienhof mit auf die Rückfahrt genommen. Z