Hardheim

Millionenprojekt in Hardheim Beeinträchtigung durch die Bauarbeiten / Parkplatznot vorprogrammiert / Pressegespräch / Wichtige Informationen für die Bevölkerung

Krankenhaus-Erweiterung hat begonnen

Die Bauarbeiten zur Erweiterung des Hardheimer Krankenhauses haben am Donnerstag begonnen. Ein Problem wird im nächsten halben Jahr das Parken sein.

Hardheim. Durch die Bauarbeiten am Hardheimer Krankenhaus wird es für Besucher und Beschäftigte diverse Änderungen und Einschränkungen geben, was den Zugang zum Krankenhaus und die Parkmöglichkeiten anbelangt: Vorübergehend werden Stellplätze auf dem „alten Parkplatz“ und in der Wertheimer Straße wegfallen, der Fußweg zwischen chirurgischer Praxis und Rettungswache wird gesperrt. Weitere Beeinträchtigungen – auch in den Praxen - müssen in Kauf genommen werden. Die Krankenhausverwaltung bemüht sich jedoch, diese – speziell mit Blick auf die Patienten – so gering wie möglich zu gestalten.

In einem Pressegespräch erläuterte Verwaltungsleiter Ludwig Schön sowohl den Zeitplan für dieses Millionenprojekt als auch die Bemühungen von Krankenhausverband, Gemeindeverwaltungsverband und Gemeinde um anderweitige Parkmöglichkeiten weiträumig um das Krankenhaus.

Parken deutlich eingeschränkt

„Zu bestimmten Stoßzeiten wird es erhebliche Parkprobleme geben“, sind sich die Verantwortlichen bewusst. Sie empfehlen, dann möglicherweise sogar auf den Schlossplatz auszuweichen. Denn schon länger – unabhängig von den bevorstehenden Bauarbeiten – ist die Situation zu bestimmten Zeiten – besonders dienstags und donnerstags – chaotisch. Lange Autoschlangen stehen entlang des Triebwegs und alle 96 auf dem Krankenhausgelände ausgewiesenen Parkflächen sind belegt.

„Das ist eines unserer Dauerprobleme“, weiß Schön nur zu gut. „Ich bin seit 20 Jahren Krankenhausverwalter und seitdem kämpfen wir gegen die Parkplatznot an.“ Das Krankenhaus entwickelte sich kontinuierlich weiter, die Patientenzahlen steigen, was natürlich erfreulich ist. „Aber kaum ist eine Parkplatzerweiterung abgeschlossen, reichen die Stellflächen schon wieder nicht mehr aus.“

Parkdeck auf der Wunschliste

Es gebe daher Überlegungen, verriet der Verwaltungsleiter, ein Parkdeck mit 45 Plätzen zu errichten. Und zwar im Bereich des früheren Hauses Lesch und des ehemaligen Hubschrauberlandeplatzes. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, kam Ludwig Schön zurück auf das aktuelle Geschehen zu sprechen. Schließlich sei pro Stellplatz mit Kosten in Höhe von etwa 10 000 Euro zu rechnen.

Modulbauweise

Infolge der Bauarbeiten wird der Fußweg vom Parkplatz zum Krankenhaus und zu den Arztpraxen gesperrt. Geöffnet bleiben die Treppen von der Wertheimer Straße zum Krankenhaus (zwischen Rettungswache und Verwaltungsgebäude) sowie vom Parkplatz zum Wohnheim.

„Es ist eine hochkomplexe Baustelle“, verdeutlichte Schön, da zwei völlig neue Baukomplexe zunächst erstellt und dann in den Altbestand integriert und mit diesem verbunden werden müssen. Tageweise seien bestimmte Bereiche sicher nicht nutzbar, einige Zimmer und Stationen stünden in der Hauptphase zeitweise nicht zur Verfügung.

Das Besondere an der Krankenhauserweiterung in Hardheim ist, dass die Anbauten nicht in herkömmlicher Bauweise, sondern in Modulbauweise erstellt werden. Die Module werden von der Firma Cadolto in deren Fabrikhallen in Cadolzburg vorgefertigt und dann auf der Straße mit Schwertransportern nach Hardheim geliefert, dort aufgestellt und an den Altbau angekoppelt.

Wie der Eingangs- und Außenbereich künftig einmal aussehen sollen, ist noch nicht geklärt. Ludwig Schön ist es ein Herzensanliegen, dass diese freundlich und einladend gestaltet werden.

Die Gesamtkosten betragen rund vier Millionen Euro. Das Land gewährt einen Zuschuss in Höhe von 1,48 Millionen Euro, weitere Forderanträge sind gestellt. Der Krankenhaus-Förderverein finanziert 200 000 Euro, den Rest der Kosten übernimmt die Gemeinde als Krankenhausträger.