Hardheim

Krankenhaus Hardheim Laut Verwaltungsleiter „befinden sich im Schnitt fünf positiv getestete, tatsächliche Corona-Patienten und zehn Verdachtsfälle in der Isolierstation“

Isolierbereich wurde Mitte Dezember vergrößert

Hardheim.Speziell im Gesundheitswesen erfordern die Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus besondere Vorsichtsmaßnahmen, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten. Am Hardheimer Krankenhaus bestehen diese unter anderem aus einer Corona-Isolationsstation für entsprechend Erkrankte und Verdachtsfälle sowie einem umfangreichen Katalog von Besuchsregeln.

Wie Verwaltungsleiter Lothar Beger den Fränkischen Nachrichten auf Nachfrage mitteilte, habe man den Isolierbereich für Covid-19-Patienten und -Verdachtsfälle bereits Mitte Dezember vergrößert.

„Damit können mehrere Bereiche auf der Station 3 (Privatstation und Innere Abteilung) mit einer Gesamtkapazität von 22 Betten für Isolierpatienten bereitgestellt werden. Dort, und bei Bedarf auch auf der Intensivüberwachung, werden immer wieder positiv getestete Patienten und Patienten mit Verdacht auf Covid-19 behandelt“, betont Beger.

Bestmögliche Trennung

Alle anderen Patienten werden aktuell vorrangig auf der „Station 2“ (Chirurgische Abteilung und Gynäkologie) aufgenommen. Durch diesen Schritt konnte eine bestmögliche Trennung und Isolation der Bereiche erreicht werden, die sich im Ablauf bewährt habe.

Die Zahl der Patienten variiere von Tag zu Tag. „Im Schnitt befinden sich fünf positiv getestete, tatsächliche Corona-Patienten und zehn Verdachtsfälle in unserer Isolierstation“, so der Verwaltungsleiter.

Wer sich mit dem Gedanken an einen Patientenbesuch trägt, muss sich ebenso gewisse Regeln vor Augen führen: Die Dritte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung beinhaltet auch Neuregelungen für Krankenhäuser, die in Hardheim ebenso weitere Einschränkungen bewirken.

Regelungen für Besucher

Seit Montag, 11. Januar, gelten folgende Besucher- und Zugangsregelungen: Der Zutritt von Besuchern und externen Personen zu Krankenhäusern ist nur noch nach vorherigem negativem Antigentest und mit einem Atemschutz gestattet, welcher die Anforderungen der DIN EN 149:2001 (FFP2) oder eines vergleichbaren Standards erfüllt.

„Die bisherige Regelung besagte, dass Besuche nur nach vorherigem negativem Antigen-Test oder mit FFP-2-Maske gestattet sind. Das ‚oder’ wurde nun durch ein ‚und’ ersetzt, so dass nun beide Voraussetzungen gegeben sein müssen“, präzisiert der Verwaltungsleiter.

Die vorherigen Testreihen sind nach Vorgabe des Landes nicht auf Antigen-Tests beschränkt. Die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung mittels PoC-Antigen-Test darf dahingehend höchstens 48 Stunden und mittels eines PCR-Tests maximal drei Tage alt sein. Die Vorgabe umfasst auch Personen, die aus beruflichen Gründen in die Einrichtungen kommen. Besucher können damit nun nur noch mit FFP2-Schutzmaske, was schon bisher gegolten hat, und bei gleichzeitiger Vorlage eines negativen Testergebnisses eingelassen werden.

Auf ein generelles Besuchsverbot habe man jedoch bislang verzichtet – aus gutem Grund, wie Beger abschließend informiert: „Es hat sich immer wieder gezeigt, wie wichtig für den Genesungsprozess auch der Besuch von Angehörigen ist“, schildert er.

Bereits seit 21. Dezember gelte, dass pro Patient nur noch der Besuch einer Kontaktperson in der Zeit zwischen 15 und 17 Uhr möglich ist. Auch ambulante Patienten, die im Krankenhaus Hardheim operiert werden, müssen bei Betreten des Krankenhauses ein negatives Testergebnis vorlegen. Begleitpersonen unterliegen den gleichen Regelungen wie Besucher.