Hardheim

FDP Main-Tauber und Neckar-Odenwald Gemeinsamer Start in heiße Phase der Wahlen 2021

In schwierigen Zeiten Signal der Einigkeit gesendet

Odenwald-Tauber.Mit einer gemeinsamen Sitzung der Kreisvorstände beider Landkreise in Schweinberg sind die Freien Demokraten aus Main-Tauber und Neckar-Odenwald erfolgreich in die heiße Phase der Landtags- und Bundestagswahlen gestartet.

Zu dem Treffen hatten die Vorsitzenden Benjamin Denzer (Main-Tauber) und Achim Walter (Neckar-Odenwald) geladen. Der Obrigheimer Bürgermeister und Kreisrat Achim Walter freute sich zunächst, dass es trotz der schwierigen organisatorischen Umstände im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie gelungen sei, ein Präsenztreffen zu organisieren.

Er betonte dabei ausdrücklich, wie wichtig es sei, die geltenden gesetzlichen Regelungen strikt einzuhalten, damit dererlei Zusammenkünfte und der persönliche Austausch auch zukünftig stattfinden könnten.

Abgestimmtes Vorgehen

Das Hauptaugenmerk der Zusammenkunft liege zum einen darin, die Festlegung auf einen gemeinsamen Bundestagskandidaten der FDP im Wahlkreis Odenwald-Tauber zu treffen, sowie zum anderen ein untereinander abgestimmtes Vorgehen mit Blick auf die anstehenden Wahlkämpfe im kommenden Jahr festzulegen, umriss der FDP-Kreisvorsitzende des Main-Tauber-Kreises, Benjamin Denzer, die Zielsetzung der Zusammenkunft.

„Wir haben bereits in der Vergangenheit stets sehr kollegial und im besten Einvernehmen untereinander unsere jeweiligen Bundestagskandidaten bestimmt“, machte Benjamin Denzer mit Blick auf das seit vielen Jahren freundschaftliche Verhältnis beider Kreisverbände deutlich.

Timo Breuninger bewirbt sich

Als gemeinsamer Vorschlag beider Vorstände wurde dann der in Künzelsau geborene, 25-jährige Wirtschaftsingenieur Timo Breuninger auf das Schild gehoben.

Breuninger ist Vorsitzender der Jungen Liberalen Nordbaden und beruflich als Prüfingenieur bei der bekannten Firma Heidelberger Druckmaschinen tätig. Innerhalb der FDP engagiert sich Breuninger überdies als ordentliches Mitglied im Landesfachausschuss Digitales.

In seiner kurzen Bewerbungsrede machte Breuninger die Schwerpunkte seines Wahlkampfes deutlich.

Er möchte sich neben dem Einsatz für die Bewahrung der Bürgerrechte für eine rasche und umfassende Digitalisierung des ländlichen Raums, sowie für eine Stärkung der Bildungslandschaft und der heimischen Landwirtschaft einsetzen.

Parteitag Anfang Dezember

Für seine Forderungen bekam Timo Breuninger deutlich hörbaren Applaus aus beiden Vorstandsgremien.

Der gemeinsame Parteitag beider Verbände soll vorbehaltlich des weiteren Verlaufs der Corona Pandemie Anfang Dezember stattfinden. Neben der Vorstellungsrede des designierten Bundestagskandidaten Breuninger ergriffen auch die beiden Landtagskandidaten Pascal Schejnoha (Neckar-Odenwald) und Jürgen Vossler (Main-Tauber) das Wort.

Beide geißelten in scharfen Worten die derzeitige Regierungspolitik der grün-schwarzen Landesregierung und machten in ihren Stellungnahmen deutlich, wie wichtig es sei, nach der Landtagswahl im kommenden Jahr einen Kurswechsel hin zu mehr Freiheit, Eigenverantwortung und weniger staatlicher Gängelung und Bevormundung zu schaffen.

Der neue Lauda-Königshöfer Bürgermeister Dr. Lukas Braun wies auf die enorme Bedeutung der kommunalen Ebene hin und verdeutlichte anschaulich, dass sich nicht zuletzt dort entscheide, wie das Land durch den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie komme.

Delegierte bestimmt

Zum Abschluss der harmonisch ablaufenden, kreisüberschreitenden Vorstandstagung leitete der Bezirksvorsitzende der FDP Kurpfalz und Mannheimer Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg gemeinsam mit dem Tauberbischofsheimer FDP-Kreisgeschäftsführer Ingo Brudereck die Bundesparteitagsdelegiertenwahlen für den Bereich des Main-Tauber-Kreises.

Dabei wurden einstimmig Carina Schmidt (Königheim) als Delegierte und Benjamin Denzer (Tauberbischofsheim) als Ersatzdelegierter bestimmt.