Hardheim

Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen Pfarrgemeinderat rückte in der letzten Sitzung des Jahres nicht nur ob der räumlichen Vorgaben in Erfeld eng zusammen / Vakanz aktiv gestalten

Im Gespräch mit dem Dekan gemeinsam nach gangbaren Lösungen gesucht

Archivartikel

Hardheim/Höpfingen.In der letzten Sitzung des Jahres rückte der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen nicht nur ob der räumlichen Vorgaben in Erfeld eng zusammen. Spürbar war der Schulterschluss im gemeinsamen Ringen um gangbare Lösungen, die angesichts der drohenden Vakanzzeit gefunden werden müssen.

Nach dem geistlichen Impuls durch Horst Löffler nutzte das Gremium die Zeit bis zum Eintreffen des zum Austausch eingeladenen Dekans, um über eine Anfrage aus dem Pfarrgemeinderat Walldürn, dem Dekanatsrat, sowie über den Stand der Firm- und Erstkommunionvorbereitung und dem Stiftungsrat zu berichten.

Horst Saling informierte, dass der Architektenvertrag zur dringend notwendigen Renovation der Kirche in Bretzingen geschlossen und mit dem Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2020 zu rechnen sei.

Suche nach Nachfolger läuft

Manfred Weihbrecht begrüßte Dekan Johannes Balbach und bat ihn um Informationen zum aktuellen Stand der Suche nach einem Nachfolger für Pfarrer Rapp, einem Ausblick auf mögliche räumliche Einteilungen für die „Pfarrgemeinde neu“ ab 2030 und dankte für die Bereitschaft, sich den Fragen des Pfarrgemeinderates zu stellen.

Balbach informierte, dass sich bisher auch auf die neuerliche Ausschreibung der vakanten Stelle niemand beworben habe. Somit werde die Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen eventuell bis zu den Sommerferien vakant bleiben.

Der Dekan erklärte, dass er bestrebt sei, alles dafür zu tun, dass ein Priester gefunden werde. Er habe schon Gespräche aufgenommen, wie die Seelsorge in Absprache mit dem Seelsorgeteam und Pfarrgemeinderat in der Vakanzzeit gesichert werden könne.

Gleichzeitig stand die Auseinandersetzung mit der Frage an, wie die „Pfarrei neu“ ab 2030 aussehen solle. Der Dekan verwies auf drei Vorschläge, die diskutiert, ergänzt und zu denen bis Mitte Dezember eine Stellungnahme des Pfarrgemeinderates erfolgen solle, die dann nach Freiburg weitergeleitet werde.

Aus den Fragen der Gewählten war herauszuhören, dass wichtiger als der Blick auf die Struktur die Frage sei, wie man angesichts neuer Verwaltungsgrößen den Menschen nah bleiben könne. Dekan Balbach unterstützte diese Ansicht und betonte, dass es sich bei den Planungen um die räumliche Aufteilung um Strukturen handle, das Leben und die Glaubensweitergabe aber nur in den Gemeinden vor Ort geschehen könne.

Das „Gesicht vor Ort“

Die Gemeindeteams kennen die Situation und die Menschen und sollen das Gesicht für die Menschen vor Ort bleiben. Gleichzeitig gälte es, spirituelle, caritative oder pastorale Schwerpunkte zu entwickeln, die die jeweiligen Gemeinden besonders prägen.

Die eine Gemeinde könne beispielsweise ein Ort sein, an dem auf Kirchenmusik, in einer anderen könne auf Ökumene oder die Sorge um Kranke ein spezieller Fokus gelegt werden.

Das Pastorale Zentrum, von dem immer wieder einmal die Rede ist, könnte ein Ort sein, an dem der leitende Pfarrer verortet ist, verlässliche Ansprechpartner vor Ort sind, bei denen Beerdigungen, Taufen und Trauungen angemeldet werden können und an dem auch Verwaltung stattfindet. „Es muss den Ehrenamtlichen in den Gemeinden mehr Freiraum gegeben werden, um die pastorale Situation gestalten zu können“, so Balbach.

Endgültige Antworten auf die drängenden Fragen der Pfarrgemeinderäte zum konkreten Gottesdienstplan konnte Dekan Balbach nicht geben. Es werde in Absprache mit dem Seelsorgeteam eine Übersicht erstellt, die dann Planungssicherheit für Feste, Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen, sowie für eine bestimmte Anzahl von Heiligen Messen in der Seelsorgeeinheit geben soll.

Die Zahl der Heiligen Messen werde auf jeden Fall in der Zeit der Vakanz verringert werden müssen. Ein großes Plus der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen ist, dass hier schon lange Zeit so gearbeitet wurde und man hier für eine solche Situation besser gerüstet sei, als anderswo.

Fast überall leisten Wortgottesdienstteams wertvolle Arbeit, innovative Gruppierungen nehmen Glaubensweitergabe, Pastoral und Liturgie für die gesamte Seelsorgeeinheit in den Blick, Gruppen und Kreise sind schon gut vernetzt und die Zusammenarbeit unter den einzelnen Gemeinden hat sich in den letzten Jahren erfreulich gut entwickelt.

Diesem Austausch schlossen sich weitere Tagesordnungspunkte an, in denen unter anderem beschlossen wurde, das Fastentriduum aufgrund der schwierigen personellen Situation im Jahr 2020 auszusetzen und für das kommende Jahr neu zu bedenken. Auf die Gottesdienste zum Dank für 50 Jahre Pfarrgemeinderat wurde hingewiesen. Im Anschluss an diese Gottesdienste stehen Räte auch für Fragen zur Pfarrgemeinderatswahl und Entwicklung der Seelsorgeeinheit zur Verfügung.

Simone Schmitt informierte, dass es am 4. Dezember einen Einführungsabend für Vertreter kirchlicher Gruppierungen zur Nutzung des Pfarrheims in Hardheim geben werde. Gemeindereferentin Beger wies darauf hin, dass der Erlös aus dem Konzert des Gesangvereins Liederkranz und den Alphornbläsern am Sonntag, 8. Dezember, als Spende des Gesangvereins an den Verein Dienst am Nächsten für die Türöffner-Aktion gehen werde.

Verabschiedung am 19. Januar

Zu den Planungen für die Verabschiedung von Pfarrer Rapp konnten die Gemeindereferentinnen berichten, dass dieser witterungsbedingt von der ursprünglich angedachten Wanderung durch die Seelsorgeeinheit absehe. Am Sonntag, 19. Januar werde um 9.30 Uhr in St. Alban Hardheim eine Heilige Messe für die gesamte Seelsorgeeinheit gefeiert und anschließend zum Empfang ins Pfarrheim geladen. Seine Wünsche zur Gestaltung des Gottesdienstes würden zeitnah an die Chöre und Musiker herangetragen. Er wünsche sich keine Geschenke, sondern möchte das Schönstattzentrum in Waldstetten unterstützen.

Mit dem Dank für die konstruktive Mitarbeit aller und an die Gastgeber in Erfeld schloss Weihbrecht die Sitzung.