Hardheim

Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen Pfarrgemeinderat nimmt Gesamtheit der Gebäude in den Blick

Hygienekonzept für die Gemeindezentren beschlossen

Hardheim/Höpfingen.Zu einer zeitintensiven Sitzung fand sich am Montag der Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit (SE) Hardheim-Höpfingen im Madonnenland ein, da der regulären Besprechung die Vorstellung des Gebäudekonzepts der SE vorangestellt wurde.

Im Auftrag der Erzdiözese waren im Vorfeld alle 29 kirchlichen und profanen Gebäude der Seelsorgeeinheit vom Architekturbüro Münch erfasst, der bauliche Zustand sowie Schäden aufgenommen und Kosten und Nutzen nach Vorgaben des erzbischöflichen Bauamtes geschätzt worden, um einen Überblick als Diskussionsgrundlage zu schaffen.

Viele Gebäude sind in gutem bis gering renovierungsbedürftigen Zustand, einige nötige Bauvorhaben sind schon in Planung. Das Eindringen von Feuchtigkeit stellt an vielen Orten, besonders im Bereich der Treppen, ein Problem dar. Die Gebäude aus den 70-er Jahren sind die Sorgenkinder der Seelsorgeeinheit.

Während sich die Räume der Kindergärten in diesen Häusern überall in gutem Zustand befinden, stellt die Bausubstanz dieser Häuser in Bretzingen, Schweinberg und Gerichtstetten die Verantwortlichen vor große Herausforderungen. Dieser ersten Bestandserfassung sollten weitere Schritte folgen, um dann zu einem zukunftsfähigen Gebäudekonzept zu gelangen.

Nach einer Pause, die dem Austausch diente, führte Manfred Weihbrecht mit einem geistlichen Impuls zum Gleichnis vom Senfkorn in den weiteren Verlauf der Sitzung ein.

Über Aktuelles aus dem Stiftungsrat berichtete Vorsitzender Horst Saling. Nach der Stilllegung des zweiten Obergeschosses im Pfarrhaus Hardheim wegen aktueller Brandschutzvorgaben soll dieses zusammen mit dem Dach saniert werden und wird dann Raum für weitere, dringend benötigte Büroräume bieten.

Umbauten und Sanierungen

Wie für die Zwischenzeit der Raumnot Regelungen gefunden werden können, wird im Gespräch mit dem Personal erarbeitet. Weitere Umbauten und Sanierungen in der gesamten SE werden zeitnah in Angriff genommen. Des Weiteren sind Anschaffungen im Bereich Technik geplant, unter anderem ist ein „Whiteboard“ für die Kirche in Höpfingen angedacht. Nutzungsmöglichkeiten und Funktionalität sollen in einer Testphase geprüft werden.

Aus den Gemeindeteams wurden die Erfahrungen mit den diversen Open-Air-Gottesdiensten ausgetauscht und nach Möglichkeiten gesucht, trotz Auflagen durch Corona wieder ein aktives Gemeindeleben zu ermöglichen. So standen auch Fragen der Pastoral und der neuen Wege, die zu gehen sind, im Mittelpunkt der Diskussion.

Termine für die Verabschiedung und Einführung der Pfarrgemeinderäte alt und neu, der Gemeindeteams sowie für die Investitur von Pfarrer Wolff werden im Rahmen des Klausurtages mit dem neuen Pfarrer gesucht. In der Zeit nach den Ferien wird die Feier der Erstkommunion in vier Gottesdiensten gefeiert, die Firmung im Rahmen von acht Feiern gespendet.

Breiten Raum nahm die Frage nach der Öffnung der Gemeindehäuser ein. Das von den Räten aus Hardheim erstellte Hygienekonzept für das Pfarrheim wurde vom gesamten Gremium für „umfassend und sehr gut ausgearbeitet“ befunden. Somit können die Räume im Pfarrheim Hardheim und im Gemeindezentrum Höpfingen wieder genutzt werden. Allerdings müssen dafür die Auflagen des Konzeptes beachtet werden.

Die Zahl der Personen, die sich in den Räumen maximal aufhalten dürfen, errechnet sich aus der Vorgabe, dass fünf Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen müssen. Daher können beispielsweise der Großen Saal im Pfarrheim Hardheim von maximal 43, der Spielesaal von 20 und der Gruppenraum nur von sechs Personen genutzt werden.

Während der Ferien wird das Pfarrheim Hardheim für diverse Ferienangebote der SE reserviert bleiben. Die Informationen zur Nutzung unter den gegebenen Vorgaben werden bei der Terminierung im Pfarrbüro übergeben.

Im Rahmen der Frage nach der Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen wies Gemeindereferentin Butterweck darauf hin, dass ein Jugendausschuss die Kontinuität von Jugendarbeit gewährleistet.

Marion Gärtner wies darauf hin, dass die Seelsorgeeinheit neben der Ministrantenarbeit über eine aktive verbandliche Jugendarbeit durch die KjG verfügt und dass dieses in einer Zeit in der gerade die Verbände große Existenzprobleme haben, ein Geschenk für die Gemeinde darstellt. Weitere Arbeitskreise werden jeweils zu aktuellen Fragestellungen gebildet.

Unter dem Punkt Verschiedenes wurden die Delegierten der SE für die Kirchliche Sozialstation benannt und über die Begrüßungsbroschüre für Neuzugezogene informiert.

Weiter wurde der Gottesdienst am 2. August in Höpfingen besprochen, in dessen Rahmen Pfarrer Dieter Heck zum 80. Geburtstag gratuliert wird.

Die Ausstellung „Masken“ vom Arbeitskreis Kunst und Kirche startet mit Beginn der Ferien. Das Angebot, eigene Masken aus Gips zu gestalten und auszugestalten, wurde von erfreulich vielen Gemeindemitgliedern angenommen. Gemeindereferentin Claudia Beger informierte, dass sogar schon für das Jahr 2021 Kontakte zur Künstlerin Astrid Eichin aufgenommen wurde. Derzeit entstehen in ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern gestickte Stoffteile, die zu einem über drei Meter hohen Schutzmantel zusammengefügt werden. Auch Menschen aus der Seelsorgeeinheit werden sich daran beteiligen. Dieser Mantel wird im kommenden Jahr auf Reisen gehen und auch in Hardheim im „Erftaldom“ zu sehen sein.

Für die FSJ-Stelle der Seelsorgeeinheit hat Lea Usurelu aus Buchen die Zusage erhalten.

Leonore Kern, die das pastoralpraktische Jahr im Rahmen ihres Studiums auf dem Weg zur Gemeindereferentin in der Seelsorgeeinheit absolvierte, wird für weitere zwei Jahre als Gemeindeassistentin mit einer Vollzeitstelle bleiben. Zu ihrem hervorragenden Abschluss und der Verleihung des „Margarethe-Ruckmich-Preises“ für ihre Abschlussarbeit gratulierte der Pfarrgemeinderat und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Schatz suchen

Zuletzt informierte Beger über das Ferienangebot der Kinderkirche Hardheim. Ausgehend von der Pfarrkirche St. Alban führt mit Ferienbeginn eine Schatzkarte Familien mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter zu einem Schatz und lädt die Besucher zur Lösung eines Rätsels ein.

Mit einer Gebetszeit schloss der informative und inhaltsreiche Abend. Die große Resonanz auf das spontane Angebot der KjG als Ersatz für das ausgefallene Ferienlager ein Ferienangebot für Kinder anzubieten, zeigt, wie wichtig dies war. Die Anwesenden zollten diesem Engagement ein hohes Maß an Anerkennung.