Hardheim

DRK-Ortsverband Hardheim Helfer sichteten, registrierten, verpackten und wogen die Sachspenden / Engagement der DRK’ler gewürdigt

Hilfsaktion für Kinder im Kongo fand eine erfreuliche Resonanz

Archivartikel

Hardheim.Eine Hilfsaktion für Kinder im Kongo, zu der das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Geithain in Sachsen, aufgerufen hatte, fand eine erfreuliche Resonanz auch in Hardheim und der Umgebung.

Anlässlich der Unterstützung des dortigen DRK waren erneut wieder Helfer des DRK-Kreisverbandes Buchen beim Frohburger Dreieckrennen für Motorräder im Einsatz und erfuhren dort von diesem Vorhaben.

Hardheims Vorsitzender Joachim Sieber nahm die Anregung auf, so dass während der Öffnungszeiten der Wertstoffannahme auch Sachspenden für die Kinder im Kongo angenommen wurden. Mitglieder der DRK-Ortsvereins Hardheim kümmerten sich um die praktische Durchführung. Sie sichteten, registrierten, verpackten und wogen Sachspenden.

Mit einem Kastenwagen wurden nun rund 500 Kilogramm Bekleidung, Wäsche und Schulsachen nach Sachsen transportiert. Zugleich kam es zu einem Treffen mit Pfarrer Jürgen Hauskeller, der zusammen mit seiner Frau, Dr. Christine Hauskeller, über zehn Jahre im Kongo als evangelischer Geistlicher wirkte. Die Hauskellers hatten in Maluku, rund 80 Kilometer von der Hauptstadt Kinshasa entfernt, mit Spenden aus Deutschland bereits zwei Kinderheime und eine Grundschule gegründet und eröffneten im April 2019 ein neues Gesundheitszentrum mit Entbindungsstation.

Durch den von ihnen gegründeten Verein „Hilfe für Menschen im Kongo“ mit Sitz in Leipzig wurden Ärzte, Hebammen, Apotheker, Laboranten und Pflegekräfte aus Deutschland für zeitliche Aufenthalte in das Krankenhaus und in das Gesundheitszentrum vermittelt.

Derzeit umfasse das Behandlungsangebot neben der Allgemein- wie Notfallmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Pädiatrie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Malariabehandlung und Impfprogramme, berichtete Pastor Jürgen Hauskeller.

Durch Spenden aus Deutschland könne man sich an der Besoldung der 23 Mitarbeiter (drei Ärzte, sieben Krankenschwestern und Hebammen, eine Laborantin, eine Apothekerin und das nichtmedizinische Personal) beteiligen. Annähernd die komplette medizinische Einrichtung hatten die Initiatoren aus Deutschland per Schiffstransport geliefert, wobei die Seecontainer einfach vor Ort blieben und für die Zwecke der Gesundheitseinrichtungen umgebaut wurden.

Nicht nur mit Hospitationen von medizinischem Personal hilft der gemeinnützige Verein im Kongo, sondern ruft auch zu Geldspenden für die Finanzierung von Geburten, die Gesundheitsversorgung der Mütter und deren Säuglinge sowie für das Schulgeld der ärmsten Kinder auf.

Für den nächsten Transport eines Seecontainers in die Demokratische Republik Kongo, der im November auf die Reise geht, hat der DRK-Kreisverband Geithain einen gebrauchten Rettungswagen beigesteuert. Er soll vor Ort den Transport von Verletzten und Kranken übernehmen, weil wegen der weiträumigen Struktur und der fehlenden Krankenversicherung in dem zentralafrikanischen Land die Patienten oftmals nicht zum Krankenhaus kommen könnten. Der restliche Laderaum des Containers soll mit medizinischen Geräten, mit Krankenhausbedarf sowie mit Bekleidung und Schulsachen für die Schulkinder ausgefüllt werden. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe beteiligt sich an den nicht geringen Frachtkosten.

Pastor Hauskeller bedankte sich persönlich bei den Hardheimer DRK’lern Tina und Hans Sieber sowie Peter Geuter für die Überbringung der Hilfsgüter sowie bei Kreisbereitschaftsleiter Peter Winter und Michael Hempel, dem Assistenten der Kreisgeschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Geithain, für deren tatkräftige Unterstützung.

Tina Sieber gab den Dank an die ehrenamtlichen Mitglieder des Ortsvereins Hardheim an den Schulsozialarbeiter und Leiter des Gemeindekindergartens, Christian Parth, sowie an die Spender der Hardheimer Hilfsgüter weiter. hs