Hardheim

Ehrungen Bürgermedaillen in Bronze für Jörg Schwab, Elmar Frank, Martin Kaiser und FN-Redakteurin Ingrid Eirich-Schaab / Auszeichnung in „Silber“ für Ludwig Schön

„Hervorragende Leistungen für das Gemeinwohl“

Hardheim.Es ist in Hardheim Tradition, dass beim Neujahrsempfang verdiente Bürger von der Gemeinde geehrt werden. So wurde auch in diesem Jahr auf Beschluss des Gemeinderates durch Bürgermeister Volker Rohm an fünf Personen eine Bürgermedaille verliehen.

Bürgermedaille in Bronze

Jörg Schwab: Bereits seit acht Jahren ist er Vorsitzender des FC Schweinberg und war dort nach langen Jahren als Fußballer und Jugendtrainer Mitinitiator und Hauptverantwortlicher des Jahrhundertspiels des FC gegen Borussia Dortmund. Unter seiner Organisation wurde von zig ehrenamtlichen Helfern das Sportgelände zum „Hummelbergstadion“, wurde aus einem Glückstreffer einer bundesweiten Aral-Aktion ein Spektakel, das die ganze Region erfasste. Doch nicht nur dieses Spiel, sondern vor allem der unermüdliche Einsatz um die Schaffung des Soccer-Courts haben Spuren für viele Jahre hinterlassen. Noch länger, mehr als zehn Jahre, ist Jörg Schwab Mitglied im Ortschaftsrat und wurde in zwei Wahlen Stimmenkönig. Sein Wirken bei den „Lustigen Vögeln“ rundet sein ehrenamtliches Engagement ab.

Elmar Frank: Mehr als 35 Jahre ist er Mitglied im Kirchenchor in Erfeld, wirkte davon zehn Jahre als Dirigent, gibt beziehungsweise gab aber auch in Bretzingen und Altheim bei den Kirchenchören und dem Männergesangverein den Ton an. 1986 bis 1998 war er Dekanatschorleiter. Sein Können an der Kirchenorgel zeigte er bei zwölf Konzerten in St. Wendelin in Erfeld. Seit 1995 als Vorsitzender der Kolpingfamilie Erfeld war Elmar Frank beteiligt an der Gestaltung des Spielplatzes „in der Weht“, an der Neugestaltung und Restauration von Bildstöcken, Initiator vieler Ausflüge und Aktivitäten im Dorf. Anlässlich der 250-Jahr-Feier der Kirche wie besonders bei der 775-Jahr-Feier Erfelds erstellte er Foto- und Bilderausstellungen zur Geschichte von Dorf- und Vereinsleben und erzählte Geschichten bei einer „abendlichen Ortsrunde“. Nebenbei ist Frank im Vorstand des Vereins Mühlbergkapelle aktiv, Segelflieger beim FSCO Walldürn und Mitglied beim Angelverein Bretzingen.

Ingrid Eirich-Schaab: Bereits mit 16 Jahren begann sie als freie Jungreporterin aus ihrem Heimatort Hardheim zu berichten und blieb diesem über 46 Jahre treu. Neben dem rein beruflichen Interesse hat sie es stets verstanden, die Leser der Fränkischen Nachrichten hintergründig zu informieren. Ob Kirchliches oder Kommunalpolitik: Sie erlebte in ihrer aktiven Zeit vier Bürgermeister, mehrere Seelsorger, den Krankenhauserhalt, die Schwimmbadschließung, die 950-Jahr-Feier der Kerngemeinde, die Schließung und Wiederbelebung der Carl-Schurz-Kaserne – kurz, von der Bundeswehr über heimatgeschichtliche Forschungen bis zum Kleintierzuchtverein hat sie über jeden und alles berichtet. Aber auch auf weiteren Gebieten ist Eirich-Schaab zeitlebens mit Hardheim verbunden: zum einen durch 48 Jahre Mitgliedschaft im Kirchenchor St. Alban (darunter 43 Jahre im Vorstand) sowie im OWK (49 Jahre) und als Mitglied im Vorstand des Krankenhaus-Fördervereins sowie im Museumsverein.

Martin Kaiser (er fehlte krankheitsbedingt, die persönliche Ehrung wird nachgeholt): Er war bis Januar 2019 zwölf Jahre lang als Kommandant sowie zuvor etliche Jahre als stellvertretender sowie als Abteilungskommandant bei der Feuerwehr in Hardheim in vorderster Reihe aktiv. Mit über 30 Jahren Gesamtzugehörigkeit zur Feuerwehr Hardheim sowie 15 Jahren Mitarbeit im Führungsstab des Neckar-Odenwald-Kreises und weiteren zehn Jahren im Kreisfeuerwehrverband könne man von einem Leben für die Feuerwehr und damit für die Sicherheit und Einsatzbereitschaft im Bedarfsfall sprechen. Neben der Aus- und Weiterbildung der Floriansjünger war der Nachwuchs und die Begeisterung von Jungen und Mädchen für die Mitgliedschaft in der Feuerwehr sein ständiges Anliegen.

Bürgermedaille in Silber

Ludwig Schön: Mitte der 80er Jahre als Kämmerer nach Hardheim gekommen hat er schnell Anschluss im Berufs- wie im Privatleben gefunden. 1990 wurde er Geschäftsführer des TV Hardheim und hatte dieses Ehrenamt 22 Jahre inne. Neben der Ernennung zum Ehrenmitglied des TV wurde ihm für seine Verdienste im Ehrenamt die Landesehrennadel verliehen. Nach nahezu 15-jähriger Tätigkeit in der Gemeindeverwaltung wurde er 1999 ans Krankenhaus beordert, um ab 2000 als Verwaltungsleiter des Krankenhaus-Verbands Hardheim-Walldürn den Erhalt und die ärztliche Versorgung sicherzustellen. Mit der Überzeugung, dass nur durch Weiterentwicklung des medizinischen und ärztlichen Angebots ein Überleben möglich sei, hat Schön alles daran gesetzt, genau auf diesen Feldern zu punkten. Die Aufnahme in den Landesbedarfsplan, die Schließung von unrentablen oder zu wenig frequentierten Fachabteilungen, der Ausbau des Standorts durch Ansiedlung einer DRK-Rettungswache mit Notarzt, die Modernisierung der internistischen, der gynäkologischen sowie der orthopädisch-chirurgischen Praxen sowie des OP und zuletzt der Erweiterungsumbau sind sicht- und spürbare Zeichen seines Tuns. Auch die hohe Qualifikation des Pflegepersonals, die Ausstattung von Stationen und Zimmern sowie das äußere Erscheinungsbild waren ihm stets wichtig. mem