Hardheim

Am Hardheimer Krankenhaus In einem Gemeinschaftsprojekt wird die gynäkologische Praxis generalsaniert / Wiedereröffnung für Mitte Juni geplant

„Gut für die Patientinnen und gut für das Krankenhaus“

Hardheim.„Mit dem Umbau sind deutliche Verbesserungen für die Patientinnen und für die Arbeitsabläufe in der Praxis verbunden“, verdeutlicht Martin D. H. Teichmann.

Seit gut einem Jahr leitet er gemeinsam mit Vera S. Schoeder die Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe „Gyndoctors“ am Hardheimer Krankenhaus.

Seit 4. Mai sind die Praxisräume in Hardheim geschlossen: In einem Gemeinschaftsprojekt investieren der Krankenhausverband und die beiden Gynäkologen rund 380 000 Euro in eine grundlegende Renovierung der Räume. Nach sechswöchiger Bauzeit soll die Praxis Mitte Juni wiedereröffnet werden.

Für Verwaltungsleiter Lothar Beger stellt das gemeinsame Bauvorhaben ein positives Signal dar, dass die beiden jungen Gynäkologen ihre Zukunft in Hardheim und am Krankenhaus sehen. So seien auch die Planungsgespräche und finanziellen und vertraglichen Verhandlungen „von großer Offenheit und einem soliden Vertrauensverhältnis“ geprägt gewesen.

Die Praxisräume wurden in den vergangenen zwei Wochen komplett entkernt. Erste Zwischenwände wurden bereits eingezogen, die Aufschluss über den künftigen Zuschnitt der Räume geben. So wird der Wartebereich deutlich vergrößert: Er findet in dem im vergangenen Jahr geschaffenen Anbau Platz.

Zudem wird eine Personalumkleide geschaffen, für die es bislang nur eine provisorische Lösung gab – ein weiteres Manko, das nun beseitigt wird. Neu angeordnet werden die Behandlungsräume, die der enorm gestiegenen Patientenzahl Rechnung tragen. Im Bereich der Anmeldung wird zudem mehr Platz geschaffen, um den Patientinnen eine möglichst große Diskretion zu ermöglichen.

Neben neuen Böden, Decken und Fenstern wird zudem der Sanitärbereich komplett erneuert und der heutigen Zeit angepasst. Eine enorme Verbesserung verspricht auch die Klimatisierung der Räume. „Davon werden natürlich alle Patientinnen profitieren, aber ich denke da vor allem auch an schwangere Frauen, die in den Sommermonaten bei uns unter den in der Praxis vorherrschenden Temperaturen litten“, verdeutlicht Vera Schoeder, die seit 2016 in Hardheim praktiziert.

Bei der Neugestaltung der Praxis haben die beiden Gynäkologen vor allem auch ihre Chemotherapie-Patientinnen im Blick, für die jetzt ein eigener, abgeschotteter Bereich geschaffen wird.

Die insgesamt vier Ärzte – neben den Praxisinhabern gibt es noch zwei angestellte Gynäkologinnen – könnten ihre Arbeit durch die verbesserten Rahmenbedingungen künftig noch patientenorientierter erledigen. Gleiches gelte für die Arzthelferinnen, für die sich die Wege dank des neuen Raumkonzepts deutlich verkürzen werden. Die Arbeiten hätten ursprünglich im Herbst durchgeführt werden sollen. Sie wurden jedoch aufgrund der Coronakrise und der einhergehenden Einschränkungen des Praxisbetriebs vorgezogen. Dass dies so kurzfristig möglich war, sei der Flexibilität des Generalunternehmers Hollerbach-Bau/Universalprojekt und der kurzfristigen Zustimmung der Mitglieder des Beschließenden Ausschusses und des Gemeinderates zu verdanken, betont Verwaltungsleiter Lothar Beger.

Außenaufzug errichtet

Dank der Entscheidung für die Hardheimer Firma profitiere man von den kurzen Wegen und der Tatsache, dass sie alle Gewerke bis hin zur Möbellieferung abdecken könne. Um den Krankenhausbetrieb durch die Arbeiten möglichst wenig zu beinträchtigen, wurde für die Zeit der Arbeiten ein Außenaufzug errichtet, der einen separaten Zugang zur Baustelle ermöglicht.

Langweilig wird es den Ärzten während des Umbaus ihrer Praxis übrigens nicht: Die „Gyndoctors“ betreiben noch eine zweite Praxis in Buchen.