Hardheim

TV Hardheim Im Sportheim tut sich was / Zahlreiche ehrenamtliche Helfer bringen Gaststätte, Küche und Abstellraum sowie den Kabinengang auf Vordermann

„Gewaltige Herausforderung, alles rechtzeitig fertig zu bekommen“

Hardheim.Im TVH-Sportheim tut sich was: Tatkräftig packen zahlreiche ehrenamtliche Helfer an, um Gaststätte, Küche und Abstellraum sowie den Kabinengang auf Vordermann zu bringen.

Das bewirkt eine klassische Win-win-Situation: Während sich der neue Pächter Robert Roso auf ein neues und freundliches Arbeitsumfeld freuen kann, erwartet die Gäste des am 1. August wieder eröffnenden Sportheims gepflegte wie gemütliche Gastlichkeit.

„Grundsätzlich wollten wir diese Arbeiten seit geraumer Zeit angehen, ehe es nun doch relativ schnell gehen musste“, erklärt Klaus Kressner, Vorstand Liegenschaften des Turnvereins.

Der Grund für das beachtliche Arbeitstempo ist klar: Nach etwas mehr als vier Jahren Leerstand – Stefanija und Hans-Peter Haberstroh hatten Anfang 2016 den Ruhestand angetreten – hat der Verein wieder einen Pächter für die Sportheimgaststätte gefunden (die FN berichteten).

„Deshalb ist der Zeitdruck groß, und es war eine gewaltige Herausforderung, alles rechtzeitig fertig zu bekommen“, sagt Moni Dörr, die im fünfköpfigen Vorstandsgremium für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und im Laufe der rund dreiwöchigen Bauphase darüber hinaus als Malerin gewirkt hatte.

Bestmögliche Voraussetzungen

Das Ziel der Arbeiten ist eindeutig: „Wir wollten dem neuen Pächter bestmögliche Startvoraussetzungen bieten“, erklärt Vorstand Eric Bachmann, der beim gerade laufenden Arbeitseinsatz ebenfalls kräftig mit anpackt. Klaus Kressner ergänzt um den Hinweis, dass viel Wert auf Eigenleistung gelegt werde und freut sich neben der Unterstützung vieler freiwilliger Helfer auch über die Hilfe des Malerbetriebs Herbst.

Im Gastraum selbst wurde die Beleuchtung komplett erneuert und die Elektroinstallation an die neuen Anforderungen angepasst, um beispielsweise eine moderne Registrierkasse anschließen zu können. Die Küche wurde ebenfalls neu verkabelt, und der Dunstabzug wurde modernisiert.

Die größte Baustelle war aber der Abstellraum, der zuvor quasi im Rohbauzustand war: Der Raum erhielt abwaschbare Wände, so dass er nun den Vorgaben des Wirtschaftskontrolldienstes entspricht. Auch der Boden wurde erneuert, ebenso die Elektroinstallation. Bauliche Veränderungen betreffen unter anderem den Gastraum, wo die Verbindungstür zum Kabinentrakt geschlossen wurde: Der Weg der Sportler ins Sportheim führt nun über den Vorraum des Haupteingangs.

Gemütlicher Biergarten angedacht

Der Kabinengang wurde neu gestrichen, während im Flur ein neuer Technikraum angelegt wurde: Frischwasser- und Solaranlage sind fortan nicht mehr offen zugänglich.

Im Freien wurden Hagelschäden an der Außenfassade beseitigt – aber das ist nicht das Ende der Fahnenstange: Bis zum Beginn der nächsten Biergartensaison sollen 30 bis 40 Sitzplätze für die Außenbewirtung geschaffen werden. „Angedacht ist ein gemütlicher Biergarten, der das Sportheim weiter aufwerten wird“, informiert Klaus Kressner.

Im weitesten Sinne verstehen sich die Maßnahmen sogar als Geburtstagsgeschenk: Der Bau an der Querspange wurde vor 50 Jahren errichtet. Seither wurde er von verhältnismäßig wenigen Pächtern über vergleichsweise lange Zeiträume geführt – statt häufiger Wechsel gab es vertraute Gesichter etwa der Familien Haberstroh, Malcher, Angermann und Huss.

Seit 2016 lief nun die Suche nach einem Nachfolger für das Ehepaar Haberstroh, die nun ein gutes Ende fand: Am 1. August wird die durch ihre Zeit als Betreiber der Höpfinger Pizzeria „Dolce Vita“ (vormals Gasthaus „Rose) bekannte Familie Roso dort ihr Restaurant eröffnen.

„Wir hoffen darauf, dass das neue Sportheim von der TV-Familie, von Sportlern der einzelnen Abteilungen, aber auch von der Bevölkerung angenommen wird“, formuliert Klaus Kressner den Wunsch des TV Hardheim.