Hardheim

Weltraumpionier Walter Hohmann aus Hardheim Ein Baden-Württemberger ermöglichte die Mondlandung vor 50 Jahren / Vortrag von Torsten Englert in Neuenbürg

Genialer Wissenschaftler mit Phantasien und Visionen

Archivartikel

Hardheim.Im Badischen Landesmuseum, Außenstelle Schloss Neuenbürg, wurde vergangene Woche der gebürtige Hardheimer Raumfahrtpionier Dr. Ing. Walter Hohmann im Rahmen der Sonderausstellung „Phänomen Universum – Utopie und Wirklichkeit“ anlässlich der ersten Mondlandung vor 50 Jahren gewürdigt.

Torsten Englert, langjähriger Beirat im Förderkreis Kultur im Schloss Neuenbürg, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Wie ein Baden-Württemberger die erste Mondlandung ermöglichte: Weltraumpionier Walter Hohmann aus Hardheim“.

Umfassendes Bild gezeichnet

Nach der Begrüßung durch die Museumsleiterin Jacqueline Maltzahn-Redling zeichnete Englert ein umfassendes Bild über das Leben und Werk Walter Hohmanns und setzte sich mit Hohmanns 1925 im Oldenbourg-Verlag erschienen fundamentalem Werk, „Die Erreichbarkeit der Himmelskörper“, auseinander.

Im Alter von 31 Jahre stellte Hohmann sich die die Frage, die ihn von da an nicht mehr losließ: Wie kommt der Mensch zu den Planeten?“

Fundamentales Werk

Ein älterer Vetter, Wilhelm Trabert, der Professor für Meteorologie und Geodynamik in Wien war, hatte ihm sein Buch mit dem Titel „Lehrbuch der kosmischen Physik“ zugeschickt.

14 Jahre später, 1925, erschien Walter Hohmanns fundamentales Werk, mit dem er seinen Anteil an der Mondlandung vor 50 Jahren hatte.

In diesen 14 Jahren hat er alles daran gesetzt, die Antwort zu finden: Seine geniale Phantasie, das Handwerkszeug seiner Ingenieur-Mathematik und seine technisch-praktische Fähigkeit, das Gedachte umzusetzen in eine sich bewegende Maschine.

Der Referent zeichnete das gesellschaftliche Umfeld und die Probleme der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg und der Zeit der 1920er und 30er Jahre auf und die Verbindungen, welche Hohmann zu anderen Raumfahrtpionieren, wie dem Russen Ziolkowski, dem sogenannten Deutschen Vater der Raumfahrt, Hermann Oberth und Max Valier aus Bozen, hatte.

Genannt wurde auch Hohmanns Beitrag in dem Buch „Möglichkeiten der Raumfahrt“ von Willy Ley und der Beteiligung an die Beteiligung an der Moskauer Weltraumausstellung im Jahr 1927.

Probleme aufgezählt

Nicht unerwähnt blieben die Probleme der Raumfahrtpioniere in Deutschland mit dem Verband Deutscher Ingenieure (VDI). Im Anschluss setzte sich der Referent mit den fünf Kapiteln des Hohmann Buchs „Die Erreichbarkeit der Himmelskörper“ auseinander Und gab Erläuterungen zu den Problemen: Loslösung von der Erde, Rückkehr zur Erde, Freie Fahrt im Raume, Umfahrung anderer Himmelskörper und der Landung auf anderen Himmelskörpern.

Würdigungen

Nach der Auseinandersetzung mit dem Raumfahrtpionier Hohmann beleuchtete Englert noch den Humanisten Hohmann und die Würdigungen, welche dem bedeutenden Raumfahrtpionier aus Hardheim im Laufe der letzten Jahre zu Teil wurden.