Hardheim

Heimatverein Gerichtstetten Flurkreuz soll 2021 aufgestellt werden

Erinnerungen festhalten

Archivartikel

Gerichtstetten.Ein kleiner Virus hält derzeit die ganze Welt in Atem und hat vor unserer Haustüre auch das Vereinsleben „fast“ zum Erliegen gebracht. Dabei liegt die Betonung auf „fast“, denn in den Köpfen der Vorstandschaft vom Heimatverein Gerichtstetten werden bereits Pläne für die neuen Vorhaben geschmiedet.

So plant der Heimatverein im Frühjahr 2021 am Waldrand vom „Raffsholz“ ein Flurkreuz an der Stelle zu errichten, an der früher der Kreuzweg endete.

Sterbebildchensammelaktion

In Erinnerung an die Vergangenheit, die Geschichte und an die Menschen von Gerichtstetten startet der Verein in den kommenden Tagen eine Sterbebildchensammelaktion, wie sie bereits von anderen Heimatvereinen durchgeführt wurde. Dieses kleine unscheinbare Kärtchen enthält meist ein Foto und die wichtigsten Daten eines Menschen: seinen Namen, das Geburts- und das Sterbedatum.

Zwischen diesen Daten liegt das gesamte Leben und ist für die Angehörigen aber auch die Dorfgemeinschaft eine Erinnerung an den Verstorbenen, der einmal ein Teil der Dorfgemeinschaft war und in seinem Leben vielleicht mit an der Geschichte von Gerichtstetten geschrieben hat. Um diese Erinnerungen wach- und festzuhalten, soll dem Heimatverein Gerichtstetten ein solches Sterbebildchen für eine kurze Zeit überlassen werden.

Dabei soll das Sammeln nur ein Teil der Aktion. Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Erfassung der verwandtschaftlichen Beziehungen, soweit diese noch bekannt sind.

Dabei werden die Sterbebildchen digital erfasst (gescannt) und die verwandtschaftlichen Beziehungen festgehalten. Nach dem Sammeln und Archivieren könnte in einem nächsten Schritt das Ergebnis dieser Aktion in einem weiteren Heimatheft veröffentlicht werden, soweit hierzu eine Zustimmung erfolgt, welches sich der Verein natürlich erhofft.

Vergangenheit archivieren

Daneben freut sich der Heimatverein aber ebenso über alte Fotografien, welche Geschichten der fast schon vergessenen Vergangenheit dokumentieren. Auch wenn diese Fotos bereits schon anderen Vereinen zur Verfügung gestellt wurden, hat auch das Archiv des Heimatvereins noch genügend Platz dafür, zumal er bereits seit 27 Jahren das Ortsgeschehen dokumentiert und für die Nachwelt erhält.

Sterbebildchen und alte Fotos können bei Vorstandsmitglied Irmgard Hock, Gerleinstrasse 16 abgegeben werden. Alle erforderlichen Daten zu den Fotos, Sterbebildchen und dem Ausleiher sollen in einem dazugehörigen Formular eingetragen werden.

Diese Vordrucke und ein ausführliches Informationsschreiben, wird der Heimatverein in den kommenden Tagen an alle Haushaltungen verteilen. Dadurch sollen die korrekte Zuordnung und die Vollständigkeit der entsprechenden Daten gewährleistet werden, um nach der Erfassung die „Erinnerungen“ schnellstmöglich wieder zurückzubekommen. we