Hardheim

Im Garten des „Bahnhofs 1910“ Konzert mit Ann-Kathrin Schneider und ihrer Band „Colours“ / Programm in drei Sets aufgeteilt / Knapp 100 Zuhörer

Ereignisse aus verschiedenen Lebensbereichen angesprochen

Hardheim.Mit ihren erlebenswerten und anspruchsvollen Programm „Music & Lyrics“ gastierte Ann-Kathrin Schneider mit ihrer Band „Colours“ am Sonntagvormittag im Garten des alten Bahnhofs in Hardheim. Rund 100 Besucher aus der gesamten Umgebung waren zu dem Konzert gekommen, nachdem zuvor noch eine wahre Zitterpartie wegen des Wetters herrschte.

In den erfolgreichen englischsprachigen Coversongs, deren Texte und Gehalt Schneider ganz im Stile einer SWR-Reihe zunächst übersetzte und auch einfallsreich kommentierte und glossierte, wurden Geschehen und Ereignisse aus verschiedensten Bereichen des menschlichen Lebens angesprochen.

Nach der Begrüßung durch Bernadette Balles und einigen Hinweisen zu den derzeit gültigen Abstands- und Hygieneregeln übernahmen Ann-Kathrin Schneider mit ihrem immer wieder beeindruckenden stimmlichen Gesangsvermögen und ihre Musiker die unterhaltsame und ansprechende Gestaltung des Konzerts.

Das Programm war in drei Sets aufgeteilt, zwischen denen es jeweils eine Pause gab. Eröffnet wurde „Music & Lyrics“ mit dem Lied „Sing“.

Im weiteren Verlauf zu hören war unter anderem die erfolgreichste Single der amerikanischen Punk-Rock-Band „Green Day“ mit dem Titel „Boulevard of Broken Dreams“. Den Neil-Young-Song „Rockin’ in the Free World“ sahen die Zuhörer ebenso von politischem Gedankengut geprägt, wie den von John Lennon geschriebenen „Come Together“, in dem in jeder Strophe von einem anderen Mitglied der Beatles die Rede ist. Nachdenklich zu stimmen vermochte besonders der Titel „Dani California“ der „Red Hot Chili Peppers“.

Vergleich mit dem Odenwald

Bei dem von „The Coaltown Daisies“ interpretierten „Whisky Song“ mit der Charakterisierung eines tollen Abends auf einer beschaulichen Insel sah sich Ann-Kathrin Schneider bei mitreißender stimmlicher Betrachtung zu einem Vergleich mit einer Kleinstadt im Odenwald veranlasst.

In dem mit besonderer Verve interpretierten Titel „Lady Madonna“ von Paul McCartney wollte die Sängerin eine Hommage an alle Frauen und Mütter gesehen wissen, ehe dann im dritten Teil neben Liedern wie „With or Without You“ und dem Schwärmen davon, dass unter dem Himmel aus Samt nur die Liebe zählt, bei „Lay Down sally“ von Eric Clapton besondere Akzente durch die Musiker gesetzt wurden.

Nachdrücklich unter die Haut ging der größte Erfolg der irischen „Boomtown Rats“ mit dem Titel „I don’t like Mondays“ in dem Bob Geldof aus diesem Grund eine 16-jährige Schülerin mehrere Mitarbeiter einer Schule mit einem von ihrem Vater zu Weihnachten geschenkten Gewehr erschießen lässt, was die Band mit entsprechender instrumentaler Gestaltung nachdrücklich zu gestalten vermochte.

Vor dem letzten Titel gab es mit „Brown Eyed Girl“ des irischen Sängers Van Morrison den nostalgischen Song über eine frühere Liebe zu hören. Mit dem langanhaltenden Beifall bekundete das Publikum im Garten des Bahnhofes Anerkennung und Dank für die Darbietung der Künstler und dokumentierten damit auch den Wunsch nach einer Zugabe. Z