Hardheim

Museumsverein Erfatal Helferkreis informierte sich in der „Geiserschmiede“ in Bühlertal

Einblicke sollen in einer Gesprächsrunde vertieft werden

Archivartikel

Hardheim.Ziel einer Informationsfahrt des Museumsvereins Erfatal war das Museum „Geiserschmiede“ in Bühlertal. Zehn Mitglieder des Hardheimer Arbeitskreises unter der Führung der Vereinsvorsitzenden Ortrud Biller erhielten dort durch Ina Stirm vom Förderverein des Museums interessante Einblicke und erfuhren wertvolle Informationen.

Im ersten Teil erläuterte Stirm, dass das Museum in der letzten Hammerschmiede der Gemeinde Bühlertal mit rund 8000 Einwohnern eingerichtet sei. Die Gemeinde habe die Mühle schon zu Lebzeiten des letzten Schmieds angepachtet und nach dessen Tod käuflich erworben. Nach über 30 Jahren Stillstand seien in über 7500 unentgeltlichen Arbeitsstunden durch eine Gruppe von Enthusiasten die Mühle gesäubert, beschädigte Werkzeuge und Gerätschaften instandgesetzt und zuletzt das völlig desolate Wasserrad neu geschaffen worden, weil das konservierende Wasser im Mühlkanal fehlte. Eine besondere Leistung hätte dieser Arbeitskreis bei der Säuberung des Ablaufkanals geleistet, der auf einer Länge von 30 Metern völlig verschlammt war und wegen der geringen Höhe nur gebückt gereinigt werden konnte.

Den Wert der ehrenamtlichen Arbeit hätten professionelle Restauratoren mit rund 400 000 Mark beziffert. Für diese Leistung sei die Bühlertäler Bürgerinitiative mit einer Ehrenmedaille des Landes und als vorbildliches Heimatmuseum ausgezeichnet worden. Während die Kommune Eigentümer des Museums sei, hätte sich daneben ein Förderverein gebildet, der die Öffnungszeiten an zwei Sonntagen im Monat für die Besucher organisiere und sich wöchentlich zu den anfallenden Arbeiten treffe.

In einem Rundgang konnten sich die Hardheimer ein Bild über die Ausstellung auf drei Stockwerken machen. Beeindruckend war die Informationstechnik im 1999 eröffneten Museum, ebenso wie die Zusammenarbeit des Fördervereins mit den örtlichen Kindergärten und Schulen. Ina Stirm verdeutliche das museumspädagogische Angebot des Vereins für Kinder und Jugendliche.

Den Abschluss des Rundgangs bildete die Schmiede, die in ihrem ursprünglichen Zustand versetzt alle Sinne der Besucher gleichermaßen ansprach, ehe sich Ortrud Biller bei Ina Stirm für Führung und Aufnahme bedankte.

Auf der Rückfahrt bat die Vereinsvorsitzende die Teilnehmer, ihre Eindrücke und Feststellungen zeitnah niederzuschreiben, um in einer gemeinsamen Gesprächsrunde zu eruieren, welche Gesichtspunkte auch für das Erfatalmuseum wertvoll seien. hs