Hardheim

Jubiläumsfeier der DLRG-Ortsgruppe Hardheim Ehrungen und Rückblick standen auf dem Festprogramm / Plädoyer für Erhalt der Schwimmbäder

Ehrenamtliche sind belebende Elemente

Hardheim.Mit Freude und mit Stolz auf die erbrachten Leistungen und erzielten Erfolge, aber auch nicht ganz sorgenfrei ob mancher unsicherer Zukunftsperspektiven und Anliegen in Sachen Erhaltung von Schwimmbädern und Vereinsinteresse, feierte die DLRG-Ortsgruppe Hardheim am Samstag ein eindrucksvolles Fest anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens.

Dies dank der harmonischen Zusammenarbeit mit der DRK-Ortsgruppe in deren Bereich an der Querspange zunächst mit einer Feier für DLRG-Mitglieder und im Anschluss daran mit einem Festangebot für die Bevölkerung mit musikalischer Gestaltung durch die Band „Screaming Slugs“.

„Höhen und Tiefen“

In seiner Festansprache machte Vorsitzender Daniel Emmenecker deutlich, dass in den 60 Jahren viel geschehen ist und Anerkennenswertes geleistet wurde. „Es gab Höhen und Tiefen“, so Emmenecker, der sich mit der Entwicklung mehr als zufrieden zeigte. Bei der Gründung des Vereins am 13. Mai 1959 hatte der 21 Mitglieder, heute sind es 372 Personen.

Doch bedauerte der Vorsitzende das sinkende Interesse am Vereinsleben und fehlende Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung in Vereinen. Dies auch in der DLRG und beim Schwimmen, das eher als Randsportart angesehen werde. Er würdigte das Engagement aller am Erfolg der DLRG Hardheim Beteiligten. „Die Ehrenamtlichen sind belebende Elemente und Aktivposten im Verein“, weil sie die Ausübung ihrer freiwillig übernommenen Aufgabe als Ehrensache betrachten.

Folgen ließ der Vorsitzende einige prägnante Ereignisse im Verlauf der letzten zehn Jahre. So die Verabschiedung von Lars Ederer aus dem Amt des Vorsitzenden, die Gründung des Fördervereins oder die Stilllegung des Einsatztrupps, dessen Wiederbelebung er allerdings als Herzenswunsch ansieht. Die örtliche DLRG sah Emmenecker ob ihrer Mitwirkung am Ferienprogramm, beim Sommerfest oder im sportlichen Bereich auch als feste Größe im Gemeindegeschehen. Das Wirken als einem der größten sporttreibenden Vereine sah er bewiesen mit der großen Resonanz an der Neuschwimmerausbildung, für die die Warteliste auf fast zwei Jahre angestiegen ist.

Bürgermeister Volker Rohm sah die DLRG-Welt mit dem damaligen Hardheimer Hallenbad in Ordnung und deren Arbeit auf ein gutes Fundament gestellt, ehe dessen Schließung das Bemühen um die Schwimmausbildung der Grundschüler vor Ort unmöglich machte und in der Folge davon die DLRG gefordert war. Rohm sah auch die Realitäten der Vereinsarbeit und erinnerte daran, dass die Mitgliedschaft in einem Verein längst nicht allen Mitmenschen dort auch regelmäßige Tätigkeit bedeutet.

Freude bereiten ihm die regelmäßigen Ferienangebote der DLRG sowie die gelebte harmonische Zusammenarbeit und Verbindung sowie die gegenseitige Unterstützung von DLRG, DRK und Feuerwehr.

Landrat Dr. Achim Brötel lobte die ehrenamtliche auf hohem Niveau stehende Vereinsarbeit in der DLRG Hardheim, vor allem mit Schwimmausbildung von Kindern und Jugendlichen, nachdem der Einsatztrupp 2015 zu seinem Bedauern stillgelegt werden musste. Gewürdigt wurden von ihm die unzähligen Trainingsabende und Übungsstunden, Bademeisterdienste im Familienbad in Höpfingen, die Arbeitseinsätze und das Angebot von Veranstaltungen.

Schwimmbäder erhalten

Er bedauerte nachdrücklich die Schließung von immer mehr Schwimmbädern oder die drohende Schließung aus finanziellen Gründen. Dass dadurch der Anstieg der Zahl der Nichtschwimmer und die Gefahr droht, im Wasser und durch Wasser zu Schaden zu kommen, liegt gemäß Brötels Betrachtungen auf der Hand. Daher gelte es alles daran zu setzen, Schwimmbäder, wo wirtschaftlich vertretbar, besonders auch im Interesse von Kindern und Jugendlichen zu erhalten. Diesbezüglich stufte er die DLRG als unschlagbar ein.

DLRG-Bezirksleiter Zemmel würdigte die ehrenamtliche Arbeit und das Wirken der DLRG-Ortsgruppe und sprach von der Schwierigkeit, die Jugend bei der Stange zu halten. Es hielt das Wirken möglichst vieler Ehrenamtlicher für unerlässlich und betonte die Bedeutung der DLRG-Einsatztrupps. Angetan zeigte er sich von dem enormen Erfolg der Unterschriftenaktion mit der Forderung des Erhalts der Schwimmbäder.

Lars Ederer, Vorsitzender des Fördervereins, lobte die sehr gute Zusammenarbeit und den Einsatz der DLRG-Aktiven und erhoffte sich, dass die DLRG Hardheim mit ihrer beachtlichen „Manpower“ in der bisherigen Form aktiv weitermachen kann.

Hans Sieber vom DRK-Ortsverein betonte die enge Verbundenheit der Hardheimer Hilfsorganisationen. Er würdigte die von der DLRG angebotene Schwimmausbildung. Namens der Gesamtfeuerwehr Hardheim und der Feuerwehr- Abteilung Hardheim betonte Kommandant Hermann Schwinn die Freude über die gute und stets gelebte Zusammenarbeit und sah darin ein Vorbild für die Gesellschaft, die anderen ebenfalls Vorbild zu solchen Zusammenhalt und solcher Einstellung sein soll. Z