Hardheim

Harald Götzelmann und Beate Kilian Geschwister sind die letzten Abkömmlinge der traditionsreichen Hardheimer Familie Barth

Durch ihn wurde Hohmann bekannt

Hardheim.Die Geschwister Beate Kilian und Harald Götzelmann entstammen der alteingesessenen und traditionsreichen Familie Barth aus Hardheim. Die Familienchronik reicht bis 1660 zurück. Ihre Eltern waren Alfred und Hilde Götzelmann, geborene Barth. Der Vater war Einkaufsleiter bei der Maschinenfabrik Gustav Eirich. Das Elternhaus stand am Marktplatz zwischen den Anwesen Adelmann, Burkhard und Dietz. Es beherbergte bis 1962 ursprünglich ein Kolonialwaren-, später dann ein Lebensmittelgeschäft mit großem Wachswaren- und Kerzenverkauf. Der Wachszieherofen stand in der Miltenberger Straße zwischen den heutigen Anwesen Kilian und Leiblein.

Geführt wurde das Lebensmittelgeschäft zuletzt von Valentine Barth und ihrer Tochter Maria Barth, der Tante von Beate Kilian und Harald Götzelmann.

Harald Götzelmann erblickte am 26. Oktober 1942 das Licht der Welt. Er besuchte zunächst die Volksschule in Hardheim. Das Abitur legte er am Burghardt-Gymnasium in Buchen ab. Weitere Stationen waren für ein Jahr die Lender'sche Schule in Sasbach (Spätberufenenseminar St. Pirmin für Latein- und Griechisch-Nachholer) sowie das Priesterseminar in Freiburg (1963 bis 1965). In München schloss Götzelmann sein Studium mit dem Diplom in Theologie ab. Danach orientierte er sich beruflich um und arbeitete zunächst bei einer kleinen Maschinenfabrik für Photosetzgeräte in Ismaning bei München. Von 1972 bis 1979 war Götzelmann bei einer Tochterfirma von Dymo Industries San Franzisco in Paris als Exportkaufmann angestellt. Anschließend war er bei der Berthold AG in Berlin, einem Hersteller von Photosetzmaschinen und -systemen, als Exportmanager mit Prokura und zuletzt als Direktor tätig. 1994 ging er in den vorgezogenen Ruhestand.

Harald Götzelmann ging als "Entdecker" von Walter Hohmann in die Annalen ein. Per Zufall stieß er Mitte des vorigen Jahrhunderts auf den Namen Hohmanns in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung über den Weltraumpionier, der völlig in Vergessenheit geraten war. Götzelmann informierte den damaligen Hardheimer Bürgermeister Kurt Schmider über seine "Entdeckung" und die "Hohmann-Euphorie" mit Würdigung und der Beschäftigung mit dem verdienten Heimatsohn nahm ihren Lauf.

In früheren Jahren war Harald Götzelmann, geprägt von Willi Hollerbach, begeisterter Ornithologe. "Viel verdanke ich auch Fritz Sachs, einem meiner Lehrer am BGB." Als weitere Hobbys nannte Götzelmann im Gespräch mit den FN Kultur und Kunst (inspiriert von seinem ehemaligen Lehrer Eugen Mellert) sowie Kirche und Theologie.

Götzelmanns Schwester Beate Kilian - mit ihrem Bruder zusammen die letzten Abkömmlinge der traditionsreichen Familie Barth - ist in Hardheim bekannter als ihr Bruder, da sie mit ihrer Familie in der Erftalgemeinde lebt. Geboren am 10. Januar 1947 war Beate Kilian nach dem Besuch der Volks- und Realschule in Hardheim sowie der Höheren Handelsschule in Walldürn zwei Jahre bei der Maschinenfabrik Gustav Eirich als kaufmännische Angestellte tätig. Mit 19 Jahren heiratete sie Werner Kilian. Nach einem kurzen Intermezzo in Walldürn baute sich die Familie in der Miltenberger Straße in Hardheim ein Eigenheim. Der Ehe entstammen zwei Söhne, Marko und Karsten. Beate Kilian übernahm die Buchhaltung und Büroarbeit im Malergeschäft ihres Mannes. Neben reisen gehören Sport, Yoga und Fahrradfahren zu ihren Hobbys. i.E.