Hardheim

Familienbildung des DRK-Kreisvereins Buchen Standort Hardheim wird aufgewertet / Kurse beginnen wieder und finden jetzt im Marstall statt

Die räumliche Expansion eröffnet neue Möglichkeiten

Archivartikel

Hardheim.Die Vorbereitungen sind soweit abgeschossen. Schon in wenigen Tagen steht mehr Platz zur Verfügung. Während im bisherigen kleinen Raum an der Rettungswache beim Krankenhaus in Hardheim maximal sechs Mütter oder Väter mit Kind pro Kurs zur „Familienbildung“ teilnehmen konnten, sind es in den neuen Räumen im Marstallgebäude in Nicht-Corona-Zeiten immerhin zehn. Dazu kommen zahlreiche weitere Annehmlichkeiten, die es bisher nicht gab. Im Mittelpunkt der Kurse steht die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung und elterlicher Erziehungskompetenzen. Die Kurse starten am 12. und 14. Oktober.

Das neue Domizil bietet vielerlei Vorteile, wie Ingeborg Wiessner, Kursverantwortliche beim DRK-Kreisverband Buchen, und Katja Brand, zusammen mit Heike Janson Standortleiterin, im Gespräch mit den FN darlegen. „Neben dem Trauzimmer der Gemeinde stehen uns jetzt drei Zimmer zur Verfügung“. Gemeint sind ein kleiner Wickel- und Auszeitraum für die Mütter mit Verbindung zur Fluchttreppe, der großzügige, helle und lichtdurchflutete Kursraum sowie ein Materialraum, der auch noch ausreichen Platz für einen Bürotisch mit Zubehör bietet. „Gerade die Wickelecke und die Möglichkeit, sich zurückziehen zu können, bringen uns sehr viel“, freut sich Ingeborg Wiessner. „Es war in unserer bisherigen Räumlichkeit an der Rettungswache schon schön, heimelig und familiär, aber jetzt haben wir die Möglichkeit, noch viel mehr Dinge zu machen und mit unseren Kursen zu expandieren“, ergänzt Katja Brand. Auch die Parkplatzsuche, die am Krankenhaus immer wieder recht nervig war, entfällt jetzt dank des direkt vor der Haustüre gelegenen Schlossplatzes.

Bisher war die DRK-Familienbildung an drei Standorten mit ihren Kursen vertreten: In Buchen, Mudau und Hardheim. Der Standort Mudau wurde aufgegeben, dafür soll der Kursraum in Buchen vergrößert werden.

Kursleiter werden ausgebildet

Die Resonanz in Hardheim war immer gut. Bisher wurden vier Mutter-Kind-ElBa-Kurse pro Woche in verschiedenen Blöcken (siehe Infobox) abgehalten. Durch die räumliche Expansion eröffnen sich neue Möglichkeiten. Zudem werden ab November vom DRK-Landesverband neue Kursleiter ausgebildet, auch für den DRK-Kreisverband Buchen. Wie bereits in der Vergangenheit werden in dessen neuem Familienbildungszentrum in Hardheim ElBA-Kurse den Schwerpunkt bilden. Im Blick haben die Verantwortlichen aber auch den großen, ausbaufähigen Kursbereich SpieKo (Spiel- und Kontaktgruppe), Yoga für Kinder, Drums-Alive Kids, Auszeit für Mütter und vieles mehr – „ein Projekt, das langfristig immer mehr wachsen soll“, wie sie erklären.

„Spannend wird es allerdings, wie das Ganze in Corona-Zeiten funktionieren wird“, macht Katja Brand auf eine ganz besondere Herausforderung für die beiden Standortleiterinnen aufmerksam. Sie sind ausgebildet in ElBa (Eltern und Baby im ersten Lebensjahr) und in SpieKo (Spiel- und Kontaktgruppen von ein bis drei Jahren). Heike Janson ist Kinderkrankenschwester und von Anfang an dabei, Katja Brand ist Heilerziehungspflegehelferin und seit 2018 dabei.

Corona-bedingt wird seit 15. März pausiert. Die kursfreie Zeit nutzte man , um die Familienbildung des DRK-Kreisverbandes neu aufzustellen und die Räume im Marstall zu sanieren. „Der stellvertretende Kreisvorsitzende Bürgermeister Volker Rohm, seine Mitarbeiter im Rathaus wie auch der Gemeinderat haben immer ein offenes Ohr für uns“, freuen sich Wiessner und Brand. Sie sind froh über das „sehr gute Miteinander“ auch mit dem Bauhof und seinem Leiter Nico Beyer, die das DRK bei dessen Projekt wesentlich unterstützten, sowie mit den Zuständigen des Roten Kreuzes, DRK-Kreisgeschäftsführer Steffen Horvath und DRK-Kreissozialleiterin Yvonne Wolfmüller.

Wegen der Corona -Vorsorge sind die Kursleiterinnen in besonderem Maße gefordert. Sie müssen ihr Übungsprogramm überdenken und neu ausarbeiten. Singen ist beispielsweise noch tabu. Die Sicherheit und der Schutz vor einer möglichen Ansteckung stehen ganz obenan. Deshalb wird auch extrem viel Abstand eingehalten werden, mehr als vorgegeben. Dadurch reduziert sich natürlich die Zahl der ElBa- Kursteilnehmer im Moment auf sieben Eltern-Kind-Paare.