Hardheim

„Tag der Jugendblasmusik“ Workshop beginnt an diesem Samstag beim Musikverein in Schweinberg / Abschlusskonzert mit rund 80 Kindern und Jugendlichen findet am Sonntag in der Turnhalle statt

„Die Musiker wachsen noch mal über sich hinaus“

Archivartikel

Der „Tag der Jugendblasmusik“ gibt jungen Musikern die Möglichkeit, zu zeigen, was sie drauf haben und beim gemeinsamen Musizieren als Gruppe noch über sich hinauszuwachsen.

Schweinberg. Dass Blasmusik nach wie vor auch die junge Generation zu begeistern vermag, zeigt der „Tag der Jugendblasmusik“, der an diesem Wochenende bereits zum siebten Mal stattfindet.

Im Wechsel richten die fünf Musikvereine des Verwaltungsverbandes Hardheim-Höpfingen-Walldürn diesen Tag für die Kinder und Jugendlichen aus und gestalten ein spannendes Wochenende, das mit einem gemeinsamen Abschlusskonzert gekrönt wird.

Zum zweiten Mal nach 2013 organisiert der Musiverein Schweinberg (MVS) als gastgebender Verein in diesem Jahr den „Tag der Jugendblasmusik“. Das Ergebnis wird Jung und Alt am Sonntag, 20. Oktober, um 17 Uhr in der Turnhalle präsentiert.

Die Vorbereitungen für den mittlerweile siebten „Tag der Jugendblasmusik“ laufen schon seit einigen Wochen. Unterstützt durch die Arnold Hollerbach-Stiftung wurden in den vergangenen Jahren bereits sechs tolle Tage und Konzerte ausgerichtet.

„Wie 2018 geht dem Abschlusskonzert ein zweitägiger Workshop voraus, bei dem die Kids auf ihren Instrumenten die Musikstücke für das gemeinsame Abschlusskonzert erlernen“, verriet der Schriftführer des MVS, Marc Reinhart, vorab im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten.

Von Jugendleiterin Teresa Leiblein war zu erfahren, dass sich nicht nur die von Kevin Nied dirigierte „MiniBand“ aus Schweinberg – der unter anderem auch Mitglieder aus Weikerstetten und Steinfurt angehören – auf das lange musikalische Wochenende vorbereitet hat.

Fleißig geprobt haben auch die Jungmusiker vom „Bretzlis Orchester“ aus Bretzingen, der Jugendkapelle aus Höpfingen, der Musikkapelle Waldstetten und dem Jungen Odenwälder Blasorchester aus Walldürn.

Talente entdecken und fördern

Der „Tag der Jugendblasmusik“ entstand aus der Idee heraus, auch im Bereich der Musik junge Talente zu entdecken, zu fördern und Jugendlichen so die Startchancen in Beruf und Gesellschaft zu verbessern, heißt es in dem Programmheft, in das die Fränkischen Nachrichten bereits einen Blick werfen durften.

Mittlerweile würden alle Vereine mit sehr ähnlichen Herausforderungen kämpfen: Fehlender Nachwuchs, demografischer Wandel und Freizeitstress.

Um die Blasmusik auch für junge Generationen wieder attraktiver zu gestalten und Nachwuchs zu gewinnen, würden viele Vereine mit Hilfe besonderer Aktionen versuchen, ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen und damit die Kinder und Jugendlichen fürs gemeinsame Musizieren zu begeistern und für ihre Gemeinschaft zu gewinnen.

Der „Tag der Jugendblasmusik“ sei dazu natürlich prädestiniert. Klar kämen dabei Kameradschaft, Action, Spaß und Spiel nicht zu kurz.

Bevor die fünf Orchester mit ihren insgesamt rund 80 Musikern (die jüngsten sind sieben Jahre, die „ältesten“ Mitte 20) gemeinsam mit ihren Dirigenten beim Abschlusskonzert alle Register ihres Könnens ziehen und Titel aus Pop, Rock, Klassik, Musical und traditionelle Blasmusik zu Gehör bringen werden, liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf den Proben. Am Samstag geht es los.

„Ein besonderes Klangerlebnis werden die Stücke sein, die – dirigiert von Kevin Nied – alle Musiker aus allen fünf Vereinen gemeinsam vortragen werden“, versprechen die Verantwortlichen und kommen ins Schwärmen. Freuen dürfen sich die Fans der jungen Musiker unter anderem auf „The Best of Queen“.

Gemeinschaftsgefühl

„Das Wochenende bietet dem musikalischen Nachwuchs die schöne Möglichkeit, zu zeigen, was er drauf hat. Beeindruckend ist nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, das beim Proben und dem Konzert entsteht, sondern vor allem das Ergebnis“, strahlte Schriftführer Marc Reinhart.

Jugendleiterin Teresa Leiblein erklärte: „Ich finde toll, dass sich die Jugendlichen ortsübergreifend kennenlernen, von ihrem Wissen gegenseitig profitieren und darüber hinaus Freundschaften knüpfen können.“

Und die Vorsitzende des Vereins? Die freut sich auf das Ergebnis, welches der Klangkörper am Sonntag in der Schweinberger Turnhalle zum Besten geben wird.

„Es ist schön, zu sehen, wie jede einzelne Gruppe noch mal über sich hinauswächst“, so Dorothee Kaufmann. Sie dankte bereits vorab allen, die zum Erfolg des „Tags der Jugendblasmusik“ beitragen.

Es sei eine Freude zu sehen, was man in einem so kleinen Ort wie Schweinberg musikalisch auf die Beine stellen könne. „Wir sind stolz, dass wir eine eigene Jugendkapelle haben – das ist nicht selbstverständlich.“