Hardheim

An diesem Samstag Horst Hemberger feiert seinen 80. Geburtstag / Den Großteil seines Lebens verbrachte er in Gerichtstetten

Die Gastronomie verlor der immer gut gelaunte Jubilar nie aus den Augen

Archivartikel

Hardheim/Gerichtstetten.Seinen 80. Geburtstag feiert an diesem Samstag Horst Hemberger. Er lebt zwar in Hardheim und erfreut sich dort gewisser Bekanntheit, verbrachte jedoch den Großteil seines Lebens in Gerichtstetten.

Als zweiter Sohn einer Landwirts- und Brennerfamilie wurde der Jubilar am 14. November 1940 in Hardheim geboren und wuchs gemeinsam mit seinem Bruder in Gerichtstetten (Helmstheimer Hof) auf. Dort besuchte Hemberger auch die Volksschule, nach deren Abschluss er im elterlichen Betrieb das Brennerhandwerk erlernte.

„Als Brenner kümmerte man sich um die Gewinnung von reinem Alkohol für industrielle Verwendungszwecke“, beschreibt er das Berufsbild. Der heutigen Meisterschule vergleichbare Kurse legte er in den Jahren 1957 und 1958 in West-Berlin ab. Sein weiterer Berufsweg führte Horst Hemberger dennoch in ein gänzlich anderes Metier: So übernahm der zweifache Familienvater zunächst die Gastwirtschaft „Zur Krone“ in Gerichtstetten am Ortsausgang Richtung Buch am Ahorn, die er rund zehn Jahre lang führte.

Nach schwerer Erkrankung seines Vaters kehrte er auf das elterliche Gehöft in Helmstheim zurück, wo er fortan parallel zur Landwirtschaft auch wieder in seinem Lehrberuf als Brenner wirkte.

Die Gastronomie verlor der immer gut gelaunte Jubilar freilich nie aus den Augen, da er auch weiterhin die Türen der „Krone“ öffnete – aber eben nur noch an Wochenenden oder zu besonderen Anlässen.

Ein tiefer Einschnitt war ein schwerer Verkehrsunfall im Jahr 2000: Durch diesen war Horst Hemberger gezwungen, in den gesundheitlich bedingten Vorruhestand zu treten. In der Freizeit engagierte er sich im SV Gerichtstetten und brachte als passionierter Musiker sein Können in den Musikverein mit ein. Die Welt der Noten und Takte ließ ihn auch privat nicht los, denn rund zwei Jahrzehnte lang war Hemberger im Raum Bad Mergentheim als Alleinunterhalter unterwegs. „Ich habe auf zahlreichen Hochzeiten und Familienfesten gespielt“, sagt er. Auch in regional bekannten Tanzcafés wie dem „Riegler“ (Igersheim) und dem „Hexenkreuz“ in Löffelstelzen war er mit seinen Instrumenten gern und oft zu Gast, um das Publikum mit Schlagern und Stimmungsmusik zu erfreuen: „Da war immer Halli-Galli!“, lacht er. Mit seiner musikalischen Ader bringt er sich auch in das Leben des Hardheimer ASB-Seniorenheims „an der Post“ ein, in dem er seit 2010 wohnt. So untermalte er viele häusliche Feierlichkeiten mit der Orgel oder dem Akkordeon. „Früher habe ich auch Blasinstrumente gespielt“, erklärt der Jubilar. Wenn es die Gesundheit gestattet, ist Horst Hemberger gelegentlich immer noch in Hardheim unterwegs, wo er sich sehr wohl fühlt: „Die Leute sind nett, die Stimmung ist freundschaftlich“. Dass seine herzliche, stets gesprächsbereite Art gut ankommt, bewies nicht zuletzt seine langjährige Tätigkeit als Heimbeiratsvorsitzender des ASB-Heims. Zum 80. Geburtstag gratulieren auch die FN. ad