Hardheim

Dem Biber auf der Spur Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums am 15. Oktober in Hardheim

Der Biber ist streng geschützt

Hardheim.Das Regierungspräsidium Karlsruhe informiert, gemeinsam mit den Biberberatern des Neckar-Odenwald-Kreises, am Dienstag, 15. Oktober, in Hardheim über die Lebensweise des Bibers.

Warum baut der Biber Dämme? Warum fällt er Bäume? Gibt es mehr Überschwemmungen durch die Aktivitäten des Bibers? Auf diese und viele weiteren Fragen rund um den Biber werden Bürger Antworten erhalten.

Dabei wird auch das Zusammenleben zwischen Mensch und Biber in den Blick genommen, denn dieses ist nicht immer konfliktfrei. In diesen Fällen sind die ehrenamtlichen Biberberater erste Ansprechpartner vor Ort und versuchen gemeinsam mit allen Beteiligten eine Lösung herbeizuführen. Oftmals sitzen dann auch Behördenvertreter der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft und des Naturschutzes mit am Tisch.

Eine weitere Aufgabe der Biberberater ist es, Konflikten zwischen dem emsigen „Baumeister“ und den Bewirtschaftern entlang der Gewässer möglichst vorzubeugen. Das Land Baden-Württemberg setzt hierfür auf Prävention und stellt beispielsweise Drahthosen zum Schutz für Gehölze oder Elektrozäune zum Schutz der Feldfrüchte zur Verfügung.

Klar ist, der streng geschützte Biber darf weder gefangen, verletzt oder getötet werden, noch darf ihm nachgestellt werden. Auch ist es verboten, die Fortpflanzungsstätten zu beschädigen oder zu zerstören. Geschützt ist damit nicht nur der Biber selbst, sondern auch sein Bau und die den Bau schützenden Dämme. Es kann vorkommen, dass der Wasserstand, der durch den Bau eines Biberdammes erheblich angehoben wird, durch sogenannte Drainagerohre reguliert werden muss. Auch in diesem Fall sind die Biberberater vor Ort und organisieren und begleiten diese Maßnahmen.