Hardheim

FC Schweinberg BVB-Evonik-Fußballakademie sorgt zurzeit für Ausnahmestimmung bei 77 Kindern

„Den Nachwuchs begeistern“

Archivartikel

Schweinberg.Unvergessen bleibt das Freundschaftsspiel des FC Schweinberg gegen die Elf des BVB 09 Borussia Dortmund, das mitsamt der einmaligen Stimmung in die Annalen eingehen wird.

Der Kontakt reißt nicht ab: Das beweist die BVB-Evonik-Fußballakademie, die mit sechs Trainern und 77 Kindern derzeit für eine „gelb-schwarze Ausnahmestimmung“ und rollende Bälle in Schweinberg sorgt.

Als BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer während der Vorgespräche zum „Jahrhundertspiel“ ein derartiges Projekt in Aussicht stellte, stimmte der FC Schweinberg dem Vorschlag sofort zu.

„Es ist uns einfach wichtig, den Nachwuchs für Fußball, Sport und Bewegung zu begeistern, ihn aber auch nach Kräften zu unterstützen und auf seinem sportlichen Weg zu begleiten“, betonte Vorsitzender Jörg Schwab, der die Kinder – zumeist Jungen – und deren Eltern am Montag begrüßte.

Nachdem die gelb-schwarzen Trikots, die Trinkflaschen und kleine Erinnerungsgeschenke verteilt waren, ging es ans Aufwärmen. „Das gehört dazu, da man sich im ‚kalten’ Zustand viel leichter verletzt“, gab Jörg Schwab zu bedenken.

Die Übungen als Solche dauern täglich fünf Stunden an, wobei die Kinder in dieser Zeit von den ehrenamtlichen Helfern des FC Schweinberg verpflegt und betreut werden. „Dass alles Hand in Hand klappt, ist eine absolut bemerkenswerte Leistung aller Aktiven“, freute sich Schwab.

Nachmittags werden die jungen Fußballer dann wieder abgeholt, - sofern ihre Eltern nicht am Spielfeldrand die Trainingseinheiten verfolgen.

„Im Training geht es grundsätzlich darum, eigene Kenntnisse zu verbessern, was einem später auf dem Sportplatz beim eigenen Spielen zugutekommt“, erklärte der erfahrene Trainer Benjamin Galant, der mit seinen BVB-Kollegen Patrick Kulinski, Muhamed Kabouchi, Sven Tilman, Dario Sanderi und Giuseppe Tripi nach Schweinberg gekommen war.

Das unterstreichen auch die unter anderem auf das Passen und Torschießen sowie die An- und Mitnahme des Balls abzielenden Übungen, deren fußballerischer Schwerpunkt auf dem offensiven Spiel liegt.

Nicht zu kurz kommen die menschlichen Werte, wie Galant schilderte: „Auf der anderen Seite wird der Fokus auf die Vermittlung sozialer Fähigkeiten wie die Entwicklung von Teamgeist, Selbstständigkeit und Ehrgeiz gelegt, ebenso auf das Wissen rund um den Fußballsport sowie das korrekte und faire Verhalten auf und neben dem Platz“, ließ er wissen.

Mischung kommt an

Diese Mischung kommt bestens an: „Teilweise haben die Eltern extra einen Urlaub in der Region gebucht, um ihren Kindern die Teilnahme an dieser außergewöhnlichen Woche zu ermöglichen“, freute sich FCS-Vorsitzender Jörg Schwab.

Die weiteste Anreise nahm ein fußballbegeisterter Japaner in Kauf: „Kaum zu glauben, aber wahr – er erfuhr durch in Düsseldorf lebende Verwandte von unserer Aktion und flog kurzerhand nach Deutschland“, berichtete Schwab.

So versteht sich die Fußballschule nicht nur als kurzweilige und lehrreiche Woche mit intensiven Trainingseinheiten und spannenden Halbzeitaktionen, sondern auch als Beweis für den tieferen Gehalt eines Schlagers von Frank Schöbel: „Der Fußball ist rund wie die Welt“, sang er anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1974. Zu diesem Liedtitel passt zweifelsohne auch die internationale Aktivität der bestens ausgebuchten BVB-Fußballakademie: Deren strammer Reiseplan führt die Trainer in alle Herren Länder - als nächstes Ziel steht die Mongolei im Terminkalender. Schließlich ist der Fußball „rund wie die Welt“.