Hardheim

Mitgliederversammlung in Hardheim Viel Lob für die neue Info-Broschüre / Arbeitskreise „Denkmalpflege“, „Museum“, „Marstall und „Sternwarte“ haben viel geleistet

Dem Museumsverein geht die Arbeit nicht aus

Hardheim.Eines guten Besuchs erfreute sich die am Donnerstag im „Badischen Hof“ abgehaltene Jahreshauptversammlung des Museumsvereins Erfatal.

Mit griffigen Worten stieg Vorsitzende Ortrud Biller in die Tagesordnung ein, um nach dem Totengedenken an die wesentlichen Ereignisse des Vereinsjahres 2018 sowie den gemeinsam mit Peter und Jutta Biller edierten Jahresbrief zu erinnern.

An sechs Vorstandssitzungen wurde neben Organisatorischem auch die unter Beistand von Peter Wanner geplante Neukonzipierung des Erfatal-Museums besprochen. Mit dem Thema befasste man sich auch bei einer Fahrt nach Heilbronn und Flein. Im Museum selbst wurde der „Seeber-Laden“ abgebaut und im Aufgangsbereich wieder aufgebaut, was der „Kuhn-Apotheke“ im Frühjahr bevorsteht. „Die Arbeit geht uns nicht aus, zumal auch Führungen nach wie vor sehr gefragt sind“, freute sich Biller und sah in jenem Zulauf den Beweis dafür, „dass das Museum mental angenommen wird“. Dieses Interesse der Bevölkerung spiegele sich auch in gewachsenen Mitgliederzahlen und neuen Helfern im Arbeiterstamm wieder, wie die Vorsitzende anmerkte. Erfreut verwies sie auf 1218 geleistete Arbeitsstunden, wo in dieser Zahl noch nicht die Aktivitäten der Arbeitskreise „Astronomie“ und „Denkmalpflege“ enthalten sind.

Ortrud Billers abschließender Dank galt insbesondere Walter Bechtold, Martin Graf, Oswin Franck, Lars Günther, Monika und Edgar Farrenkopf, Renate und Roland Pietschmann, Helga Maring-Fischer, Irmela Günther, Bernd Popp, Peter Biller und Bauhofleiter Markus Alter, der Gemeinde Hardheim und der Maschinenfabrik Gustav Eirich, die einen Platz zur vorübergehenden Lagerung von Exponaten bereitstellt.

Die einzelnen Tätigkeitsberichte der Arbeitskreise eröffnete Helmut Berberich seitens des Arbeitskreises „Denkmalpflege“. Nachdem das vom Landesdenkmalamt, dem Museumsverein und der Gemeinde Hardheim bezuschusste Projekt „Rüdentaler Kleindenkmäler“ beendet wurde, stehe eine „Denkmalbroschüre“ als Verzeichnis aller Hardheimer Kleindenkmäler auf der Liste und werde noch 2019 gedruckt.

Als letzte Zeitzeugen der früheren Wiesentalsperre am Rüdentaler Grafensee konnten die Steine der Talsperre zusammengefügt werden. Außerdem werden die Grabsteine der polnischen Emigranten an der Hardheimer Friedhofsmauer aufgestellt.

Instandsetzung von Denkmalen

Gemeinsam mit Bernhard Löffler säuberte Helmut Berberich den Kreuzweg zur Josefskapelle. Bernhard Löffler setzte parallel dazu diverse Bänke instand. „Wir blicken positiv in die Zukunft“, ließ Berberich verlauten und zählte die Kriegs- und Ehrengräber, das Weiße Kreuz am Wurmberg (Gewann „Datsche“) und die Kreuzanlage am Wurmberg sowie den „Wimmelbrunnen“ im Schlossgarten als weitere Projekte auf.

Den Arbeitskreis „Marstall“ vertrat Hans Sieber. Er ließ wissen, dass der Fundus durch Dokumente aus Nachlässen verstorbener Hardheimer und die kompletten Forschungsarbeiten Gerhard Wanitscheks zum jüdischen Leben in Hardheim ergänzt wurde.

„Allerdings muss die Lücke zwischen dem Heimatbuch und der Gegenwart geschlossen werden“, mahnte er an und dankte der Familie Biller für den mit viel Liebe und Akribie verfassten Jahresbrief.

In Vertretung für Christian Greß verlas Andreas Weniger den Bericht zum Arbeitskreis „Walter-Hohmann-Sternwarte“, der aktuell 14 Personen umfasst. Akzente setzten 2018 vor allem der „Tag der offenen Tür“ zum 25-jährigen Bestehen der Sternwarte, die Beobachtung der totalen Sonnenfinsternis mit 250 Besuchern und die „Sternschnuppennacht“.

Ins Auge fasse man derzeit die Neugestaltung des Planetenwegs; den geselligen Teil deckt der Astronomenstammtisch ab. Allerdings sorgten auch heuer diverse Sachbeschädigungen sowie der Diebstahl eines Photovoltaik-Moduls für Verdruss.

Informationen über den Arbeitskreis „Museum“ steuerte Geschäftsführer Lars Günther bei, der kurz und bündig über acht Führungen mit 161 Personen sowie die anstehenden Umbauarbeiten aufklärte. „Es tut sich definitiv was“, hielt Günther fest und dankte dem Bauhof, der das Großprojekt „Umgestaltung“ stark unterstützt.

Den Kassenbericht von Kassierin Dr. Petra Sitterberg trug Hans Sieber vor. Die Kassenprüfer Franz Nachtnebel und Helmut Walz bestätigten „absolut perfekte Buchführung“. Die Entlastung verband Paul Eirich mit dem Dank an den Museumsverein: Die „Liebe zum Verein und zur Heimat bewirken eine Kraft, mit der hier Bemerkenswertes geleistet wird“, betonte er. ad