Hardheim

Gemeinderat Hardheim Heizungen in der ehemaligen Schule in Schweinberg und im Walter-Hohmann-Schulzentrum sollen rechtzeitig wieder voll funktionsfähig sein

Defekte Heizkessel werden ausgetauscht

Archivartikel

Früher als geplant tagte der Hardheimer Gemeinderat – und zwar am Montag. Der Grund: Zwei defekte Heizkessel, die noch vor Beginn der Heiz- periode ausgetauscht werden sollen.

Hardheim. „Einen schönen guten Abend“: Mit diesen Worten begrüßte Hardheims Bürgermeister Volker Rohm am Montag die Mitglieder des Gemeinderats, darunter auch mehrere „neue“ Gesichter, zur ersten Sitzung nach der Kommunalwahl. Und er freute sich über die „fast vollzähligen Reihen“, denn: Eigentlich hätte diese erste offizielle Zusammenkunft des Gremiums erst nach dem für den 12. September geplanten „Kennenlernabend“ von Gemeinde- und Ortschaftsräten stattfinden sollen. Um jedoch gewährleisten zu können, dass zwei defekte Heizkessel rechtzeitig bis zur Heizperiode im Winterhalbjahr 2019/20 ausgetauscht werden können, sei dieser zusätzliche und daher kurzfristig einberufene Sitzungstermin nötig geworden.

Nachdem das Gemeindeoberhaupt den Geburtstagskindern im Gremium gratuliert hatte – darunter Markus Weniger zum 50. – stieg man in die Tagesordnung ein. Zunächst war die Sanierung der Kesselanlage in der ehemaligen Schule in Schweinberg Thema. Der Heizkessel ist zwischenzeitlich 34 Jahre alt. Nachdem er undicht geworden war, habe man zunächst versucht, ihn mit Dichtmittel zu reparieren. Das stelle jedoch keine Dauerlösung dar, war von Rechnungsamtsleiter Bernd Schretzmann zu erfahren. Derzeit sei die Heizung zwar funktionsfähig, allerdings sei der Gaskessel mit 235 kW überdimensioniert. Nach Berechnung des „Büros Umwelttechnik Salopek“ wäre ein Kessel mit einer Leistung von 110 kW ausreichend.

Bereits im März wurde vom Gemeinderat entschieden, die Kesselanlage zu sanieren. Sechs Firmen seien angeschrieben worden. Man habe nur ein Angebot erhalten, so Schretzmann, der hinzufügte, dass man damit um rund 9000 Euro über dem Planansatz liege. Da der jetzige Brenner aber „nicht mehr lange hält“ und nur „so là là“ funktioniert, folgte das Gremium geschlossen dem Vorschlag der Verwaltung und vergab den Auftrag für die Sanierung des Heizkessels zum Angebotspreis von 33 344 Euro (auf 39 000 Euro beläuft er sich inklusive der Planungskosten) an das Unternehmen „Armin Flicker Heizung – Sanitär“ in Fahrenbach.

Grünes Licht gab das Gremium auch für die Sanierung des Gaskessels im Walter-Hohmann-Schulzentrum in Hardheim. Im Zuge des Umbaus der Heizanlage im Jahr 2011 wurde einer der drei bis dahin vorhandenen Gaskessel zur Abdeckung von Spitzen bei Temperaturen im Minusbereich an die neue Heizanlage (bestehend aus einer Hackschnitzelheizung verbunden mit einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk) angebunden. Das System funktioniere seither planmäßig, und es konnten „erhebliche Einsparungen beim Gas- und Strombezug sowie durch die Stromeinspeisung des BHKW realisiert werden.“ Nun sei der Gaskessel „irreparabel defekt“ und müsse ausgetauscht werden. Der Betrieb der Heizung laufe aktuell provisorisch weiter.

Wie beim in die Jahre gekommenen Heizkessel in der ehemaligen Schule in Schweinberg habe sich der Gemeinderat bereits im März für eine Sanierung des Gaskessels im Schulzentrum in Hardheim entschieden – und habe diese ausgeschrieben. Wie Schretzmann erklärte, ging auch in diesem Fall nur ein Angebot ein. Für 72 484 Euro (allerdings noch zuzüglich der Planungskosten für das „Büro Umwelttechnik Salopek“) – und somit 5000 Euro weniger als im Ansatz – ging der Auftrag ebenfalls an „Armin Flicker Heizung – Sanitär“ in Fahrenbach.

Kurz angerissen wurde in diesem Zusammenhang die Frage nach einer Wasseraufbereitungsanlage. Wie Volker Rohm erklärte, müsse man sich „langfristig schon überlegen“, ob man sich dafür entscheide. Aufgrund der aktuellen finanziellen Lage wolle man dies „vorerst aber noch nicht tun“.