Hardheim

Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland Neues Projekt des Arbeitskreises Kunst und Kirche / Masken stehen im Mittelpunkt

„Das Interesse übertraf alle Erwartungen“

Hardheim.Mit dem ersten Augustwochenende startet das neue Projekt des Arbeitskreises Kunst und Kirche der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland. Wie jedes Jahr stand die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, ihren positiven und negativen Auswirkungen, im Mittelpunkt der Überlegungen und fand im für alle sichtbaren Zeichen dieser Sondersituation, der Maske, ihren Ausdruck.

Anfang Juli wurde vom Kreis Kunst und Kirche aufgerufen, sich selbst zu fragen, wie man diese ungewöhnliche Zeit wahrgenommen hat, wie sie aktuell erlebt wird, und ob es neben negativen auch positive Aspekte gibt, die in die Zukunft mitgenommen werden können. Bastelpäckchen mit zurechtgeschnittenen Gipsbinden wurden bereitgestellt.

Daraus sollen Masken entstehen, in deren Innenseite Impulse, Gedanken, Emotionen ihren Platz in Farbe, Wort und kreativer Ausgestaltung finden können. „Das Interesse übertraf alle Erwartungen“ freut sich Verena Ernst, Mitglied der ersten Stunde im Arbeitskreis.

Wie in den Jahren zuvor werden in der Kirche St. Alban Hardheim in den Beichtstuhlnischen Impulse und Texte zur Auseinandersetzung mit dem Thema einladen.

„Die Ausstellung beinhaltet Masken aus anderen Kulturen, ein Gemälde von Irmgard Anna Kraus und die künstlerisch ausgestalteten Masken der Gemeindemitglieder, Schüler der Grundschule Hardheim“, informiert Lena Haas, auf deren Impuls das Thema der Ausstellung zurückgeht.

Leonore Kern, derzeit noch im praxisbegleitenden Studienjahr zum Beruf der Gemeindereferentin, erklärt: „Im Bereich des Taufbeckens kann jeder die weißen Masken mit den eingefangenen Gesichtszügen betrachten und sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Der Blick ins Innere offenbart dann die Gedankenwelt des jeweiligen Gestalters. Das Besondere an diesem Projekt: Es ist mit der Eröffnung der Ausstellung nicht abgeschlossen. Besucher, die sich von der Ausstellung inspirieren lassen selbst eine zu Maske gestalten, finden Bastelpäckchen zum Mitnehmen vor und können das fertiggestellte Kunstwerk einfach in der Kirche zum Aufhängen ablegen.“

Sie fügt an: „Gerne können Impulse, Gedichte, Bibelzitate auch auf einem extra Blatt Papier aufgeschrieben werden, welches dann neben der Maske aufgehängt wird. Alle Teilnehmer an der Aktion tragen dann dazu bei, dass bis zum Ende der Sommerferien ein großes gemeinsames Kunstwerk entsteht. Wer weiß, vielleicht wird es zur Dokumentation des Stimmungswandels in unserer Gesellschaft und der Auseinandersetzung damit.“

„Ein offenes Experiment, ein nicht abgeschlossenes Werk, und die Einladung zur Teilnahme an alle, machen das Projekt 2020 zu etwas ganz Neuem. Ein Gesamtwerk, das zum einen an die Zeit der Distanz erinnert, aber gleichzeitig auch verdeutlicht, dass das gemeinsame Durchstehen einer schwierigen Situation Zusammenhalt stärken kann – trotz räumlicher Distanz. Und, dass dieser Zusammenhalt ein sehr fragiles Konstrukt ist“, ergänzt Gemeindereferentin Claudia Beger und wagt schon einen Ausblick auf 2021. „Derzeit stehen wir in Kontakt mit der namhaften Künstlerin und Modedesignerin Astrid J. Eichin. Sie ist derzeit dabei, ein großes Werk zu entwickeln, bei dem sich auch Menschen aus der Seelsorgeeinheit beteiligen können. Gelingt dies, wird das Kunstobjekt im kommenden Jahr im Erftaldom ausgestellt werden. Mehr dazu folgt in Kürze, wenn die Planung der Aktion und die Möglichkeiten der Beteiligung genauer besprochen sind.“