Hardheim

KLJB Rund 130 ehemalige Mitglieder aus den Gruppen Rüdental, Dornberg und Gerichtstetten, Hardheim sowie der Pfarrei Glashofen trafen sich in Steinfurt

Blicke in die Vergangenheit, aber auch in die Zukunft geworfen

Odenwald-Tauber/Steinfurt.Frohe Stunden verbrachten am Wochenende rund 130 ehemalige Mitglieder der Katholischen Landjugend-Bewegung aus den Gruppen Rüdental, Dornberg und Gerichtstetten, Hardheim sowie der Pfarrei Glashofen. Das Treffen fand in Steinfurt statt, wo es mit einem feierlichen Gottesdienst in der Heilig-Kreuz-Kapelle begann.

Den Gottesdienst gestaltete Pfarrer Dieter Heck, der nach kurzer Begrüßung von Sieglinde Böhrer zu Wort kam. In seiner ansprechend gestalteten Predigt klammerte er auch oftmals ignorierte Tabuthemen nicht aus, ohne jedoch Schwarzmalerei zu betreiben.

Zum Einstieg bezog er sich auf „gravierende Umbrüche in der Welt, die man sich in alten KLJB-Zeiten nicht hätte vorstellen können“. Auch die Kirche bleibe von jenen Veränderungen nicht verschont und müsse sich neuen Hürden stellen, die es zu bewältigen gelte. Eine davon sei die Altersarmut, die auch Gläubige betreffen könne. Man dürfe sich unbequemen Themen nicht verschließen.

Mit einem Appell zum bewussten Leben, zu dem auch der bewusste Umgang mit der Natur und dem menschlichen Umfeld gehöre, beschloss er seine von Weltoffenheit und Ehrlichkeit gekennzeichnete Predigt: „Es ist uns Menschen vergönnt, aktiv unsere Zukunft mitzugestalten. Lassen wir uns dazu ermutigen“, gab er den Anwesenden mit auf den Weg und hielt sie dazu an, selbst in scheinbarer „Endzeit-Stimmung“ allzeit eine gesunde Zuversicht zu bewahren und an andere weiterzugeben.

Nach der Messfeier und dem Gruppenfoto marschierte der Tross ins Gasthaus „Grüner Baum“, wo Heinz Ullrich aus Steinfurt, zwischen 1964 und 1969 Bezirksverantwortlicher als Nachfolger Heinz Hilberts, in seiner Festrede den Bogen breit spannte: Von den Ausgangspunkten der Katholischen Landjugend-Bewegung (KLJB) bis in die Gegenwart reichten seine Ausführungen.

Ullrich ließ wissen, dass der Wunsch eines Treffens immer wieder zur Sprache gebracht worden war, ehe man Ende 2018 erstmals konkrete Pläne aufzustellen begann. Die Landjugend als solche hänge dabei eng mit der 1948/49 aus der Taufe gehobenen Landvolkschule („Bauernschule“) auf der Gamburg im Taubertal zusammen, die 1978 nach Tauberbischofsheim und später nach Neckarelz umzog. So entbot er auch die Grüße des langjährigen Schulleiters Albert Emmerling sowie des früheren Bundestagsabgeordneten Siegfried Hornung. Anfang der 60er-Jahre schließlich bildete sich die sechs Bezirke umfassende Region „KLJB Frankenland“, die auch auf Bundesebene Treffen besuchte; in Steinfurt gründete sie sich bereits am 10. November 1959, ehe 1967 der Zusammenschluss mit der Rüdentaler Gruppe erfolgte, die wiederum 1969 mit Dornberg zur KLJB Dornberg-Rüdental verschmolz. „Die Geselligkeit stand hoch im Kurs“, so Ullrich, der sich an Ausflüge, Begegnungen mit französischen Jugendlichen während Begegnungsfahrten sowie Landmaschinensegnungen, Studienfahrten und Tanzabende erinnerte. „Trotz dieser Blicke in die Vergangenheit leben wir aber im Jetzt und blicken in die Zukunft“, erklärte Ullrich und sprach allen ein „Vergelt’s Gott“ aus. ad