Hardheim

Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen Erntedankgottesdienst in der Pfarrei St. Stephanus in Dornberg gefeiert / Weitere Termine

Bewahrung der Schöpfung angemahnt

Dornberg.Am Wochenende wurde in der Pfarrei St. Stephanus in Dornberg das Erntedankfest gefeiert. Gerade auf der Höhe, wo viele Familien noch von der Landwirtschaft leben, hat die Feier des Erntedankfestes eine besondere Bedeutung.

Dies hob auch der Leiter der Seelsorgeeinheit, Pfarrer Andreas Rapp hervor und fügte hinzu, dass sich dies insbesondere an dem reichlich bestücken Erntedankaltar zeige.

„Danken weitet unser Denken“

„Danken weitet unser Denken, Denken und Danken haben dieselbe Wortwurzel“ so Pfarrer Rapp, „wer dankt, nimmt wahr, dass er nicht alles selbst machen kann, dass die Natur, die Gaben der Schöpfung, die Früchte der Erde gegeben sind, Geschenke Gottes ist. Die Gaben der Schöpfung sind Aufgaben, Gott, so heißt es in der Schöpfungsgeschichte, hat die Natur gegeben, dass die Menschen sie bebauen und behüten. Gott schenkt die Natur und lädt ein, dass der Mensch sie gestaltet, dass die Felder bestellt werden, die Samen gesät und die Bäume und Weinberge gepflegt.“ Das Danken wolle des Menschen Herz weiten, danken wolle ihn lehren, dass der Mensch selbst Beschenkter ist, dass Gott und andere Menschen die Herzen für die Menschheit öffnet.

Im Miteinander, im Füreinander, in der Achtung vor jedem Menschen und der Natur könne jeder seinen Beitrag leisten, für eine Welt zu kämpfen, in der Menschen auch in Zukunft sich an Gottes schöner Natur freuen dürfen, so das Credo der Predigt des Pfarrers.

Den „Dank“ für die erhaltenen Erntegaben gibt es in allen Religionen und Kulturkreisen unserer Erde. Selbst bei den heidnischen Germanenstämmen wurde den Göttern Dank für die Früchte der Erde abgestattet.

Das Erntedankfest der christlichen Kirchen geht zurück auf jüdische Festtagsbräuche. So gibt es im jüdischen Festkalender das Fest der ungesäuerten Brote („Mazzot“), das Wochenfest („Schavuot“) oder das Laubhüttenfest („Sukkot“).

In der deutschen katholischen Kirche hat die Fuldarer Bischofskonferenz und die Berliner Ordinarienkonferenz das jährliche Erntedankfest auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt.

In der Seelsorgeeinheit Hardheim Höpfingen im Madonnenland können die Kirchenbesucher anlässlich der noch stattfindenden Erntedankfeste herrlich geschmückte Erntedankaltare, welche kleine Kunstwerke sind, bestaunen, die von vielen fleißigen Helfern geschmückt und geschaffen werden. En