Hardheim

„Natura 2000-Managementplan“ Entwurf für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Odenwald und Bauland Hardheim“ liegt vom 6. November bis 4. Dezember öffentlich aus

Artenreiche Wacholderheiden als ein Kernbereich

Archivartikel

Odenwald-Tauber.Das Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebiet „Odenwald und Bauland Hardheim“ ist Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“. Im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe wird für dieses Gebiet ein Managementplan erstellt. Das aus zehn Teilgebieten bestehende waldreiche Natura 2000-Gebiet erstreckt sich über drei Gemarkungen im Neckar-Odenwald-Kreis (Regierungsbezirk Karlsruhe) sowie der Gemarkung Külsheim im Main-Tauber-Kreis (Regierungsbezirk Stuttgart).

Kernbereiche sind die artenreichen Wacholderheiden in den Naturschutzgebieten „Laubertal“ und „Wacholderheide Wurmberg und Brücklein“. Charakteristisch für das rund 2730 Hektar große Schutzgebiet sind die Hainsimsen- und Waldmeister-Buchenwälder als Lebensräume der Fledermäuse (Mops- und Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr) sowie besondere an Bäumen lebende Moose (Grünes Besenmoos und Grünes Koboldmoos) in den Wäldern.

Auenwälder mit Erle, Esche und Weide kommen ebenso vor wie Fließgewässer mit flutender Wasservegetation und Lebensstätten der Groppe, einer in sauberem Wasser lebenden Fischart. An den Übergangszonen von Wald und Offenland sind die Lebensstätten von Schmetterlingen (Spanische Flagge) und im Offenland blumenbunte magere Flachland-Mähwiesen von Bedeutung.

Im „Natura 2000-Managementplan“ werden Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten von europäischer Bedeutung erfasst. Für jeden dieser Lebensräume und jede FFH-Art im Gebiet werden Ziele formuliert und Maßnahmen zur Erhaltung der besonderen Lebensräume und ausgewählten Tierarten vorgeschlagen.

Im Mai wurde der Entwurf des Managementplans in einem Gremium aus Interessenvertretern der Gemeinden, Verbände und Behörden vorgestellt und diskutiert.

Nun werden interessierte Bürger, Vereine, Kommunen und Interessenvertreter gebeten, Vorschläge oder Anregungen in Form einer Stellungnahme abzugeben.

Dafür kann der Entwurf vom 6. November bis 4. Dezember in der Präsident-Wittemann-Straße 9 in Buchen im Verwaltungsgebäude B 2, Zimmer 205, des Landratsamts Neckar-Odenwald-Kreis eingesehen werden. Darüber hinaus ist er auf der Internetseite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) unter www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/map-aktuelle-auslegung zu finden.