Hardheim

An diesem Samstag Der gebürtige Hardheimer Claus Bernhard feiert seinen 85. Geburtstag

Ahnenforscher, Bierexperte und „echter Stromer“

Archivartikel

Hardheim.Seinen 85. Geburtstag feiert an diesem Samstag in Heidelberg der aus Hardheim stammende Claus Bernhard.

In der Erftalmetropole gilt er als Kenner der Abstammung der Hardheimer Familiennamen und der Ortsgeschichte. Außerdem engagierte er sich von 2003 bis 2013 beim Museumsverein Erfatal. So arbeitete er erstmals bei der Mühlenausstellung 2003 mit und verfasste ein Büchlein über die „Ehemalige Wasserkraftanlage Lindenmühle“. Die Texte der Schautafeln an dem Wasserkraftwerk Lindenmühle und am Haselwehr entstammen seiner Feder.

Ob es die Erste Weltkriegsausstellung, die Weihnachtsaktionen, die Stromausstellung 2005, die Apothekenausstellung 2006 oder die Bierausstellung und Bieraktionen waren, Claus Bernhard war als Berater und profunder Kenner beteiligt.

Federführend war sein Engagement bei der Herbstausstellung 2005 mit dem Thema „Als die Nacht zum Tag wurde – Die Anfänge der Elektrifizierung von Hardheim“, zu der er die Begleitbroschüre verfasste. Bei der Buchreihe „Hardheim und seine Ortsteile – einst und heute“ gehörte er zu den Autoren. Er war der „Entdecker“ der Abstammung des Namens „Doggenbrunnen“ und verfasste hierüber ein Märchen.

Claus Berhard erforschte die Geschichte der Hardheimer Wasserversorgung und arbeitet aktuell an der Entwicklung des Telekommunikationswesens seiner Heimatgemeinde. In Hardheim gehörte bis vor einigen Jahren zum Genealogenkreis und ist ein ausgezeichneter Kenner der Hardheimer Familienverhältnisse und der Abstammung der Familien.

Seine eigene Familie, die Bildhauerdynastie Bernhard stammt aus der Herrschaft Kronburg bei Memmingen und ist seit 1780 in Hardheim ansässig. Für den Heimatkalender „Unser Land“ ist er ebenfalls seit Jahren als Autor tätig.

Geboren wurde Claus Bernhard (wie damals viele Hardheimer) am 21. März 1935 in Würzburg. Sein Vater Georg Bernhard war über Jahre für die kaufmännischen Belange des Elektrizitätswerk Eirich zuständig. Seine Mutter Lydia, geborene Greif, stammte aus Offenburg. Seine Kindheit verbrachte Claus Bernhard in Hardheim, wo er von 1941 bis 1949 die Volksschule besuchte. Seine technische Begabung und sein frühes Interesse für Elektrizität waren durch seine Jugendstreiche vielen in Hardheim bekannt.

Von 1949 bis 1952 machte er bei der Firma Gustav Eirich eine Lehre zum Betriebselektriker. Die Gesellenprüfung legte er als Bester unter 26 Mitprüflingen ab. Von 1956 bis 1959 besuchte er in Mannheim die „städtische Ingenieurschule“ (heute Fachhochschule für Technik und Gestaltung) und legte die Ingenieurprüfung ab.

Als junger Ingenieur ging er gleich nach dem Studium zur Firma „Standart Elektrik Lorenz AG“ zunächst nach Stuttgart, wo er als „Schaltungsentwickler“ an der Entwicklung des Landesfernwahlnetz beteiligt war. Von 1960 bis zu seiner Pensionierung 1994 war er im SEL-Zweigwerk Mannheim für militärische Produktionen zuständig. Er war als „Leiter der Prüfvorbereitung im Qualitätswesen“ Vorgesetzter für über 50 Ingenieure.

In Mannheim lernte er auch seine Ehefrau Suse kennen, welche er am 8. April 1960 heiratete. Seit seinem Ruhestand beschäftigt er sich mit den Vorfahren seiner Familie. Eine ausführliche Familienchronik und eine Ahnentafel wurden von ihm recherchiert. Außerdem beschäftigt er sich mit der Heimatgeschichte von Hardheim. So forscht er zum Beispiel nach den Hardheimer Brauereien.

Sein weiteres Hobby ist die „Elektrizität“, weshalb er in Hardheim oft als „echter Stromer“ bezeichnet wird. Claus Bernhard hält sich trotz seines Alters noch immer regelmäßig in Hardheim auf, wo er früher oft bei den Stammtischen im „Löffler“ und heute im Badischen Hof anzutreffen ist. Ein schwerer Schicksalsschlag war im Jahr 2004 der Tod seiner Ehefrau.

Zu seinem Geburtstag gratulieren neben seinem Sohn Heiko auch viele Hardheimer. Die FN schließen sich gerne an. En