Hardheim

„Tag des offenen Denkmals“ Am 8. September bietet sich die Möglichkeit, den „Steinernen Turm“ in Hardheim zu erklimmen / FN machten sich vorab auf den „Weg“

127 Stufen bis zu einem tollen Ausblick

Archivartikel

Wer einen Blick in den „Steinernen Turm“ in Hardheim werfen möchte, sollte sich den 8. September vormerken. Die FN durften den Ausblick aus 30 Metern Höhe bereits vorab genießen.

Hardheim. Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ findet am Sonntag, 8. September, bundesweit der nächste „Tag des offenen Denkmals“ statt. Dann gilt es wieder, Türen und Tore tausender Denkmale für interessierte Besucher zu öffnen.

An diesem Tag haben Jung und Alt in Hardheim von etwa 13 bis 17 Uhr die Möglichkeit, einen Blick in den „Steinernen Turm“ (siehe weiteren Bericht) zu werfen – und nicht nur das: Nach erfolgreicher Überwindung der 127 Stufen werden sie mit einer phänomenalen Aussicht belohnt.

Am Donnerstag durften die FN vorab einen Blick in den Turm werfen und die schmalen Treppenstufen aus Holz bis nach oben steigen, um dort aus der Vogelperspektive einen faszinierenden Blick auf die Erftalgemeinde und darüber hinaus in alle vier Himmelsrichtungen zu genießen.

Das besondere Schmankerl am 8. September? Auf all jene, die in 30 Metern Höhe angekommen sind, wartet eine Urkunde, die sie mit nach Hause nehmen dürfen: als Erinnerung.

Der Anlass dafür? Wie in den vergangenen Jahren beteiligen sich die Gemeinde Hardheim unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Volker Rohm und die Turnabteilung des TV Hardheim am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ .

Und so ist am 8. September nicht nur der „Steinerne Turm“, ein Wahrzeichen der Gemeinde, geöffnet. Von 11.30 Uhr bis in die Abendstunden richtet die Turnabteilung des TV ein Fest vor historischer Kulisse aus. Zum gemeinsamen Mittagstisch werden die Gäste – wie in den zurückliegenden Jahren – mit Hausmannskost verwöhnt. Darüber hinaus wird gegrillt. Und es gibt Kaffee und Kuchen.

Auch an die kleinen Gäste ist gedacht. Auf sie wartet unter anderem eine kleine Spielstraße.

Erfahren haben die FN dies am Donnerstagvormittag von Bernhard Goldschmidt, der rund 20 Jahre Leiter der Abteilung „Turnen“ des TV Hardheim war. Von ihm wurde die Idee geboren, allen Interessierten einmal im Jahr die Besteigung des „Steinernen Turmes“ zu ermöglichen – dies umrahmt von einem Fest, das von den Turnern und weiteren Helfern ausgerichtet und von der Bevölkerung gerne besucht wird.

Im FN-Gespräch erinnerte sich Goldschmidt an die erste, damals noch vom Nabu mitgestaltete Öffnung des Bauwerks im Jahr 1996. Kurz zuvor war der Turm nach langen Jahren, in denen es ruhig um ihn gewesen war, wieder freigelegt und grundlegend renoviert.

Dabei sei auch an die Erhaltung verschiedenster Vogelarten wie Mauersegler und Turmfalken gedacht worden. Bis 2004 wurde das Fest jährlich, und dann im zweijährigen Rhythmus durchgeführt, so Goldschmidt. „Es soll den Leuten die Möglichkeit geben, zusammenzukommen, sich zu unterhalten und gemeinsam zu essen.“

Dann war es soweit: Die FN durften klettern. Begleitet wurden sie von Bernhard Goldschmidt, der den Turm am Tag zuvor von Spinnenweben und Hinterlassenschaften der Tiere „befreit“ hatte. Mit von der Partie waren darüber hinaus Hans Sieber und Geopark-Führerin Yvonne Wolfmüller.

Während sich Sieber beim Aufstieg auf die „phänomenale Aussicht“ freute, erzählte Wolfmüller, die bei Führungen schon so manchem Gast einen Einblick in den Turm gewährt hat, dass sie oben angekommen häufig von Walter Hohmann (Weltraumpionier, der 1880 in Hardheim geboren wurde) erzähle – „ganz einfach, weil man näher am Himmel ist.“