Handball

Handball HSV Main-Tauber holt ein 34:28 in Ochsenfurt

Zum Schluss richtig aufgedreht

TV Ochsenfurt – HSV Main-Tauber 28:34

HSV Main-Tauber: M. Schack 1 (Tor); B. Schack (Tor); K. Roesler-Schlueter 9; Hingerl 8/3; Kunzmann 5; Enzfelder 4; T. Roesler-Schlueter 3; Brem 2; Lejic 2.

Mit einer starken Willensleistung konnte der HSV Main-Tauber am Samstag in der Handball-Herren- Bezirksliga Südwest Unterfranken den TV Ochsenfurt bezwingen. Dabei stand die Auswärtsfahrt unter denkbar schlechten Vorzeichen. Nur ein Feldspieler stand dem Meister zum Wechseln zur Verfügung, während die Hausherren mit voller Kapelle antraten.

Die Gastgeber starteten mit der unkonventionellen Maßnahme gleich zu Beginn, die Wertheimer Rückraumspieler Kunzmann und Enzfelder in Manndeckung zu nehmen. Problematisch war die Defensive. Bedingt durch die vielen Ausfälle musste Interimstrainer Thomas Michel, der kurzfristig für den verhinderten Konrad Michel einsprang, die Abwehr neu ausrichten. So entstanden auch beim HSV immer wieder Lücken, so dass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Selbst als es kurz vor dem Seitenwechsel so aussah, als würde es dem Meister doch noch gelingen, verriegelte der TVO in den letzten sieben Minuten das eigene Tor und holte ein 10:13 auf. Die Ochsenfurter erwischten nach der Pause zunächst den besseren Start.

Durch zwei schnelle Treffer nach Wiederanpfiff, konnte der TVO erstmals mit zwei Toren in Führung gehen. Die Wertheimer fanden jedoch schnell wieder zurück in die Partie, und es entwickelte sich ein Spiegelbild der ersten Hälfte. Die Führung wechselte munter die Seiten und die Hausherren hegten begründete Hoffnung, den Meister zu Fall zu bringen. Schließlich hatte dieser kaum Wechselmöglichkeiten und musste durch die Manndeckung natürlich den einen oder anderen extra Meter gehen. Doch statt wie zuletzt gegen Ende einer Partie einzubrechen, drehte der HSV diesmal in der Schlussphase auf. Beflügelt durch einen gehaltenen Siebenmeter, starteten die Wertheimer zehn Minuten vor dem Schlusspfiff einen 0:5 Lauf und gingen so mit 25:30 in Führung. Die Hausherren wehrten sich mit allen erdenklichen Mitteln gegen die Niederlage, doch auch die Maßnahmen alle Gegenspieler in Manndeckung zu nehmen und einen siebten Feldspieler zu bringen nutzten nichts. Letzten Endes gewannen die Gäste verdient mit 28:34. Interimscoach Thomas Michel zeigte sich zufrieden: „Wir mussten vor allem defensiv improvisieren, dort haben uns die Ausfälle am schwersten getroffen. Offensiv haben wir jedoch sehr gut gespielt. Die Spieler haben sich schnell auf die überraschende Manndeckung eingestellt.“ hsv