Handball

2. Bundesliga Rimpar Wölfe holen in Dresden einen 28:25-Auswärtssieg / Drei Spieler erzielen jeweils fünf Tore / Nächstes Heimspiel gegen Hüttenberg

Unaufgeregt und ruhig zu zwei Punkten

Archivartikel

Dresden – Rimpar 25:28

Wölfe: Brustmann (6 Paraden), Wieser (2 Paraden, 1 Tor), Schömig 2, Böhm 2, Karle 1, Gempp , Schmidt 5, Kaufmann 2, Siegler 1 , Schulz 2, Backs 1, Brielmeier 5, Herth 5 , Sauer 1

Nach dem 12:13-Halbzeitrückstand blieben die Rimpar Wölfe im Spiel und übernahmen in der letzten Viertelstunde die Führung. Diese hatte bis zum Ende des Handball-Zweitliga-Spiels in Dresden bestand und mündete letztlich in einem verdienten 28:25-Auswärtserfolg. Wenn es eine Antwort auf den „verlorenen“ Punkt gegen Ferndorf gebraucht hatte, dann war diese Begegnung in diese Kategorie einzuordnen.

Über die gsamte Spielzeit hinweg agierten die Gäste unaufgeregt. Die über 2000 Zuschauer in der Dresdener „BallsportArena“ gaben alles, um im Spiel eine Wende für ihre Mannschaft herbeizuführen. Die Mainfranken blieben ruhig und ließen mit eiskalt vorgetragenen Angriffen keine Hexenkesselatmos-phäre aufkommen. Die Offensive der Rimparer setzte mit 16 selbst erzielten Treffern während des zweiten Durchgangs ein echtes Ausrufezeichen. Alles in allem kann man nach dieser abgezockten Leistung des gesamten Teams von einem hochverdienten Sieg sprechen. Vorne spielte man geduldig und wartete auf eine hochprozentige Möglichkeit, ehe man den präzisen Abschluss suchte.

Nach dem 2:2 dominierten beide Abwehrreihen und alle Zuschauer bekamen einen Vorgeschmack, wie kampfbetont dieses Spiel werden sollte. Fast sechs Minuten lang fiel kein Treffer. Lukas Siegler durchbrach die Torflaute mit einer zielstrebigen Bewegung Richtung Tor und überwand Mario Huhnstock zum 3:2 für sein Team. Jedoch konnte der HC Elbflorenz im direkten Gegenzug per schneller Mitte ausgleichen. Mit dieser Tempoverschärfung hatte die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt im ersten Durchgang das ein oder andere Mal ihre Probleme. So kamen die Hausherren zu eher leichten Treffern, während sie im gebundenen Angriffsspiel ihre Schwierigkeiten hatten. Nun setzte sich kein Team mehr entscheidend ab. Nach einem fulminanten Rückraumkracher von Benedikt Brielmeier mit der Halbzeitsirene ging es beim Stand von 13:12 in die .

Wölfe kommen ins Tempospiel

Bis zum 18:16 durch Mindaugas Dumcius blieben die Männer von der Elbe in Führung. Angeführt vom agilen Benni Herth kämpften sich die Wölfe heran. Zuerst glich Lukas Böhm mit einem Rückraumwurf aus, und dann war es eine Viertelstunde vor Schluss soweit. Die Gäste gingen nun wieder in Führung und übernahmen seit langem Mal wieder das Kommando in der „BallsportArena“.

Elf Minuten vor dem Ende parierte der eingewechselte Andreas Wieser einen Ball und verwertete diesen über das gesamte Feld zur 22:20-Führung. Der nächste Angriff des HCE wurde ebenfalls entschärft und nun kamen die Wölfe ihrerseits ins Tempospiel. Patrick Schmidt bediente den enteilten Dominik Schömig und dieser erzielte den ersten Drei-Tore-Vorsprung in der gesamten Begegnung.

Der großgewachsene Michal Kasal wuchtete das Spielgerät zweimal aus dem Rückraum in die Maschen. Damit verkürzten die Gastgeber nochmals auf 23:24. Ceven Klatt nahm eine Auszeit und stoppte somit das kleine Hoch des Heimteams.Elbflorenz versuchte es mit einer offensiven 4:2-Deckungsvariante. Auch dieses Risiko fruchtete nicht, da Patrick Schmidt erst vom Strich und dann per Tempogegenstoß die Nerven behielt. Als sich Dominik Schömig dann mit einer gekonnten Körpertäuschung gegen gleich drei Gegenspieler durchsetzte und neben seinem Tor noch eine Zeitstrafe herausholte, bogen die Gäste auf die Siegerstraße ein. Dresden konnte nur noch auf drei Tore verkürzen. Letztlich leuchtete ein 28:25 für die Wölfe von der Anzeigetafel. Am Ende bejubelte die Mannschaft einen starken Auftritt, der mit einem doppelten Punktgewinn belohnt wurde. Die Kampfbereitschaft und der Teamgeist waren an diesem Abend besonders hervorzuheben.

Bereits nächste Woche geht es daheim gegen den TV Hüttenberg.