Handball

Handball Behörden in Sachsen haben für den Zweitliga-Auftakt der „Wölfe“ beim EHV Aue 800 Zuschauer zugelassen

Trotz Corona rechnet Rimpar mit einem „Hexenkessel“

Archivartikel

Nach siebenmonatiger Pflichtspielpause geht es endlich wieder los für die Zweitligahandballer der DJK Rimpar Wölfe. Zum Start der mittlerweile achten Bundesliga-Saison in der Vereinsgeschichte geht die Reise für das Team von Cheftrainer Ceven Klatt am Samstag (Anpfiff: 17 Uhr) zum EHV Aue. Dort erwartet das Wolfsrudel „der maximal unangenehme Auftaktgegner“, warnt Klatt, der in seine zweite Saison bei den Unterfranken geht.

Die Mannschaft aus dem Erzgebirge erwies sich seit ihrem Aufstieg 2012 in die 2. Bundesliga als extrem heimstark. Selbst während Corona erwartet Rimpar dort ein kleiner „Hexenkessel“. 800 Zuschauer wurden von den Behörden für das Spiel in der 2100 Zuschauer fassenden Erzgebirgshalle in Lößnitz zugelassen. „In der kleinen Halle werden die sicherlich für ordentlich Rabatz sorgen“, prophezeit Klatt.

Die von EHV-Urgestein Christoph Swat trainierte Mannschaft beendete die abgebrochene Saison 2019/20 als Tabellen-13. Im Sommer wurde dann ein Umbruch mit sieben Neu- und sechs Abgängen bewältigt. Das Ziel bleibt – wie jedes Jahr in Aue – der Klassenerhalt, der vor allem durch Siege in eigener Halle bewerkstelligt werden soll, auch wenn EHV-Manager Raue die bislang schwerste Zweitliga-Saison für seinen Klub voraussagt.

Für einen ersten Dämpfer der neuen Saison bei den Sachsen möchte der Vorjahressiebte aus Rimpar sorgen, der sich trotz der schwierigen Umstände und der ungewohnt langen Saisonvorbereitung von zehn Wochen, insgesamt zufrieden zeigt. „Auch wenn es aus menschlicher und sportlicher Sicht alles nicht ganz so einfach ist, versuchen wir uns als Profisportler voll auf unsere Aufgaben zu fokussieren und Leistung zu bringen“, sagt Klatt.

Drei der sechs Testspiele wurden gewonnen. Das Hauptaugenmerk lag aber ohnehin auf der Integration der fünf Neuzugänge, die in Aue allesamt mit an Bord sein werden. Klatt freut sich auf die „neuen Alternativen“ im Kader. Auch der zuletzt angeschlagene Mannschaftskapitän Patrick Schmidt wird wieder zur Verfügung stehen. Voraussichtlich nicht in den Mannschaftsbus einsteigen wird hingegen Rückraumspieler Lukas Böhm, für den ein Einsatz nach einem Muskelfaserriss noch zu früh kommt.

„Trotz der Schwere der Aufgabe freuen wir uns einfach, dass es wieder losgeht“, sagt Rimpars Trainer: „Wir möchten alles reinschmeißen, um vielleicht die Überraschung zu schaffen und zwei Punkte aus Aue zu entführen.“ Auch der aus Tauberbischofsheim stammende Rechtsaußen Felix Karle freut sich auf die knackige Aufgabe und die ersehnte Rückkehr auf die Platte: „Wir sind definitiv in der Lage dort was mitzunehmen. Uns ist aber auch klar, dass dafür einiges zusammenpassen muss. Wir wollen auf jeden Fall gut in die Saison starten.“