Handball

Handball HG Königshofen/Sachsenflur zeigt beim neuen Tabellenführer trotz der 22:24-Niederlage eine starke Leistung

„Rumpftruppe“ verpasst die Überraschung nur ganz knapp

Archivartikel

TV Großsachsen II – HG Königshofen/Sachsenflur 24:22

Königshofen/Sachsenflur: J. Müller (Tor), Meyer (1 Tor), Gengel (10/davon 3 Siebenmeter), M. Fischer (7), D. Fischer (3), Bleckmann (1), Ch. Müller, Buchinger, Hensel.

Ohne Hilpert, Wetterich, Hupp, Sander und Both reiste die HG zum bisherigen Drittplatzierten nach Großsachsen. Die Vorzeichen waren vor dem Spiel eigentlich klar: Mit lediglich neun Spielern im Kader waren die Chancen auf einen Punkterfolg beim bisher so souverän auftretenden TVG äußerst gering.

Zu Beginn des Spiels bestätigte sich auch diese Prognose. Nach 19 Minuten nahm HG-Coach Okuschko beim Stand von 11:5 für die Hausherren die erste Auszeit. Die Mannschaft schwor sich offenbar neu ein, denn prompt kam sie besser ins Spiel. Die neuformierte Abwehr stand nun besser und vorne wurde dank des ruhigen und kontrollierten Angriffsspiels Tor um Tor aufgeholt.

Beim Stand von 14:12 wurden schließlich die Seiten gewechselt – und nur drei Minuten nach Wiederanpfiff wurde sogar der Ausgleichstreffer erzielt. Der TVG schien beeindruckt vom Kampfeswillen der HG. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide. Die Drittliga-„Reserve“ legte immer wieder ein oder zwei Tore vor, doch die HG zog nach. Immer wieder schien das Spiel zu kippen, doch die Führung gingen die Gäste nie. Ab Mitte der zweiten Hälfte merkte man dem Gast aus Königshofen und Sachsenflur jedoch die dünn besetzte Auswechselbank an. So gelang es dem TVG, mit vier Toren Differenz davonzuziehen. Doch aufgeben kam für die HG an diesem Tag nicht in Frage. Mit viel Herz und Leidenschaft kamen die Gäste zwei Minuten vor dem Ende tatsächlich noch einmal bis auf zwei Tore heran, doch dabei blieb es dann auch.

Aufopferungsvoll gekämpft

Auch wenn dieses Spiel mit 22:24 verloren ging, kann man vor allem auf die starke kämpferische Leistung sowie das strukturierte Angriffsspiel und die aufopferungsvolle Abwehrleistung aufbauen. Trotz des Rumpfkaders mit nur drei Rückraum-, drei Außenspielern, zwei Kreisläufern sowie dem wieder stark aufgelegten Jörn Müller im Tor legte die HG vor allem die Grundtugenden des Handballspiels auf die „Platte“.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die HG-Männer tatsächlich die drei vergebenen Siebenmeter verwandelt hätten oder mit einer breiteren Bank angereist wären. Dennoch stehen am Ende des Tages wieder zwei Minuspunkte zur Buche, auch wenn dieses Mal deutliche Ansätze eines Umschwungs zu erkennen waren.

Beim Auswärtsspiel am kommenden Sonntag gegen den Tabellennachbarn aus Laudenbach muss auf die gezeigte Leistungen aufgebaut werden und zwingend ein Sieg geholt werden.