Handball

Handball DJK Rimpar Wölfe unterliegt in Bietigheim knapp mit 24:25

Rumpfteam liefert einen großen Kampf

Archivartikel

SG BBM Bietigheim – DJK Rimpar Wölfe 25:24

Rimpar: Mallwitz, Tschuri (beide Tor), Schömig (5 Tore/davon 4 Siebenmeter), Böhm (6), Karle (1), Frank, Kaufmann, Wirtz (2), Meyer (2), Schulz (4), Dayan (2), Kovacic, Brielmeier (2).

Es war ein ganz bitterer Abend für die Zweitliga-Handballer der Rimparer Wölfe. Über die gesamten 60 Minuten kämpfte das dezimierte Wolfsrudel mit allen verfügbaren Kräften, doch am Ende musste man sich unglücklich mit 25:24 geschlagen geben. Nach einem bärenstarken Auftritt wäre für die Unterfranken zumindest ein Unentschieden hochverdient gewesen.

Die vergleichsweise kurze Anreise nach Bietigheim traten die Wölfe erneut arg gebeutelt an. Es fehlten wie beim Heimsieg gegen den ThSV Eisenach (wir berichteten ausführlich) gleich fünf Akteure.

Die noch verbliebenen Spieler waren von Beginn an hell wach und legten einen guten Start in diese Begegnung hin. Die Begegnung war hart umkämpft und beide Abwehrreihen schafften es, technische Fehler beim Gegner zu erzwingen. Doch richtig absetzen konnte sich zunächst niemand. Leichte Vorteile lagen allerdings aufgrund der besseren Chancenverwertung bei den Bietigheimern.

Eine weitere Hiobsbotschaft ereilte die Wölfe im Laufe der ersten Hälfte, als Benedikt Brielmeier nach einem Zweikampf angeschlagen vom Feld musste. Doch auch vom sechsten Ausfall an diesem Tag ließen sich die Wölfe nicht aus der Ruhe bringen. Zur Pause stand es allerdings 13:10 für die Gastgeber.

Überragende Teamleistung

Den Start in die zweite Hälfte nutzten die Hausherren direkt aus, um die Führung in Überzahl auf 15:10 auszubauen. Wer jetzt einen Einbruch der Gäste voraussagte, lag jedoch gehörig daneben. Denn es schlug die Stunde von Lukas Böhm. Die Nummer 10 der Wölfe agierte sehr zielstrebig in der Offensive und erzielte gleich drei Treffer in Serie. Philipp Meyer gelang der Anschlusstreffer zum 15:14, Die Baden-Württemberger antworteten jedoch mit einem Zwischenspurt zum 18:14.

Erneut war es eine sehr kritische Phase für die Rimparer, aber die Mannschaft fightete geschlossen in der Abwehr und erkämpfte sich Ball um Ball. Der Angriff der SG BBM Bietigheim wurden immer häufiger gestoppt und im Angriff wurde auf die taktische Variante mit dem siebten Feldspieler umgestellt. Nun fand man mit Steffen Kaufmann immer bessere Lösungen und erarbeitete sich Chance um Chance. So kam man wieder auf 22:21 heran.

Die Begegnung war nun völlig offen. Bietigheim schaffte es immer wieder in Führung zu bleiben, doch die Wölfe kämpften unaufhörlich weiter.

In der 59. Spielminute belohnte Dominik Schömig seine Mannschaft für den Einsatz mit dem 24:24 per Siebenmeter. Eine Minute vor Schluss war es dann Jonas Link, der den Angriff seines Teams mit einem unwiderstehlichen Rückraumkracher in den Winkel vollendete und und die Gastgeber wieder in Führung brachte.

Eine Chance blieb den Wölfen noch: Nach einer etwas unübersichtlichen Situation wurde Dominik Schömig auf Außen freigespielt, doch die Schiedsrichter pfiffen einen technischen Fehler zurück und so kam Bietigheim in Ballbesitz. Diese Entscheidung war Aus Sicht der Gäste mehr als fraglich und brachte die Wölfe um den verdienten Lohn in dieser Begegnung. Der Endstand lautete schließlich 25:24 für die Hausherren von der SG BBM Bietigheim.

Man kann an diesem Abend nicht viel Negatives über die Leistung der Wölfe sagen. Zumindest einen Zähler hätte das Team verdient gehabt. Erfreulich verlief das Debüt von Torhüter Robert Tschuri, der eigentlich in der zweiten Mannschaft spielt.

Die nächste Partie in der zweiten Handball-Bundesliga bestreiten die Rimparer am 29. Dezember in Hamburg. ms