Handball

Handball Bad Mergentheim holt erste Bezirksliga-Punkte

Mannschaftliche Glanzleistung

Archivartikel

Nach dem Schlusspfiff rieben sich die Handball-Fans beider Lager verwundert die Augen, waren sie doch soeben Zeuge geworden, wie der Aufsteiger aus Bad Mergentheim im ersten Bezirksliga-Heimspiel den Favoriten HSG Hohenlohe hoch mit 37:32 besiegte. Dabei waren die Rollen klar verteilt: Die Hohenloher waren mit einem 35:20-Heimsieg gegen Landesliga-Absteiger Neckarelz im Rücken angereist, die Heimmannschaft musste eine 29:37-Niederlage in Obrigheim verdauen.

Um das ganze nochmals zu erschweren, fielen mit Deis, Baier, Köster, B. Wild und Glowczak weiterhin fünf Leistungsträger aus. Glücklicherweise kehrten mit Hiob und Ohr zwei wichtige Spieler zurück, und Stammkeeper Zahner reiste früher von einer Familienfeier zurück, um den kurzfristig ausgefallenen Vertreter Ziegler zu ersetzen.

Leuthold und Ohr nutzen Chancen

Trotz aller Widrigkeiten gehörte der Beginn den Hausherren. Immer wieder gelang es, Leuthold am Kreis und Ohr auf Rechtsaußen freizuspielen, die ihre Chancen zu nutzen wussten. So erspielte man sich einen Sechs-Tore-Vorsprung, den man mit Hilfe einer starken Abwehrleistung gegen den erfahrenen Rückraum der Hohenloher mit allen Kräften verteidigte. In der 29. Minute musste dann der bis dahin stark aufspielende Karmann mit einer Roten Karte das Feld verlassen, was Trainer Heiko Maag in der Pause zu personellen Umstellungen zwang. Nun musste Kreisläufer Leuthold zusammen mit Hiob und Bawidamann die Geschicke im Rückraum lenken. Dessen Rolle übernahm nach langer Trainingspause Mchaimech, und Routinier Weiss stärkte die Defensive.

Der Favorit witterte natürlich jetzt seine Chance, das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen und holte auch Tor um Tor auf. Doch die Hausherren kämpften aufopferungsvoll um ihre ersten Bezirksliga-Punkte. Zeitweise vernagelte Zahner das Tor und brachte die gegnerischen Schützen zur Verzweiflung. Immer wenn die Hohenloher auf zwei Tore herankamen, wusste der Rückraum um Hiob eine Antwort und Ohr traf Nachmittag mit insgesamt 15 „Einschlägen“. Als die Anzeigentafel zwei Minuten vor Schluss einen Fünf-Tore-Vorsprung anzeigte, war selbst den letzten Zweiflern klar, dass die Überraschung nicht mehr zu nehmen war und mit einer mannschaftlichen Glanzleistung der Sieg stand.