Handball

Handball Großlangheim weist den HSV Main-Tauber mit 28:20 in die Schranken

Lehrstunde für den amtierenden Meister

Archivartikel

TV Großlangheim – HSV Main-Tauber 28:20

HSV Main-Tauber: M. Schack (Tor); B. Schack (Tor), Witt 5/3, Brem 4, Eichelbrönner 4, Roesler-Schlueter 3, Michel 2, Diehm 2, Enzfelder. – Zuschauer: 60.

Es war eine Lehrstunde, die der amtierende Meister der Handball-Bezirksliga Südwest Unterfranken am Samstagabend in Großlangheim bekam. Wirklich überraschend war der Sieg der Hausherren jedoch nicht, angesichts der vielen Ausfälle und der schwachen Form der vergangenen Wochen. Mit Kunzmann, Hingerl, T. Roesler, Akbulut, Merola und Lejic fehlten gleich fünf Spieler. Dennoch gehörten die Anfangsminuten den Gästen. Mit 2:4 führte man nach neun Minuten, ehe sich das Blatt wendete.

Die Großlangheimer verteidigten geschickt. Die Wertheimer Außenspieler wurden früh angegangen. Würfe aus der zweiten Reihe waren aus personellen Gründen Mangelware. So blieb dem Meister nichts anderes übrig, als möglichst oft über den Kreis zu spielen. Dadurch konnten einige Tore erzielt werden, aber vor allem bekam man so viele Siebenmeter zugesprochen. Leider fanden davon nur 50 Prozent den Weg ins Tor. Defensiv war man vor allem mit dem schnellen Umschaltspiel der Gastgeber überfordert. Fast jeder Ballverlust wurde eiskalt mit einem Gegenstoßtor bestraft. Dementsprechend schnell kam der TVG zum Ausgleich. Mit einem 8:0 Lauf zwischen der 13. und 20. Spielminute zogen die Großlangheimer danach weit davon. Dementsprechend hingen die Köpfe der Gäste, als es mit einem 17:9 in die Kabine ging.

Auch nach Wiederanpfiff hatte man nicht den Eindruck, dass der HSV dem Gastgeber an diesem Abend in irgendeiner Weise gewachsen wäre. Zwar stemmte man sich gegen eine noch höhere Niederlage, es gelang jedoch nicht ansatzweise den Rückstand zu verkürzen. Gegen Ende ließen dann auch noch die Kräfte nach, was großteils der kaum vorhandenen Wechselmöglichkeiten geschuldet war. In dieser Phase war es Keeper Maximilian Schack zu verdanken, dass das Debakel nicht noch höher ausfiel.

In zwei Wochen empfangen die Wertheimer dann die SG Randersacker, gegen die man zumindest für einen versöhnlichen Hinrundenabschluss sorgen will. Die Großlangheimer haben mit diesem Sieg einen großen Schritt in Richtung „Herbstmeisterschaft“ gemacht, diese wird wohl am 7. Dezember im Topspiel mit der TG Heidingsfeld II vergeben.

Trainer Michel ist selbstverständlich nicht glücklich mit der Niederlage, findet jedoch auch Lob für die Spieler die letztlich auf dem Feld standen: „Man muss sagen, dass Großlangheim die klar bessere Mannschaft war.

Die Zusammensetzung, in der wir heute gespielt haben, ist weit weg von der Spitzenmannschaft, die wir sein könnten.“ ma