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Handball HSV Main-Tauber verliert 27:34 gegen die TG Würzburg / Viele Ausfälle haben die Mannschaft geschwächt

In vielen Belangen nicht gut genug

Archivartikel

TG Würzburg – HSV Main-Tauber 34:27

HSV Main-Tauber: B. Schack (Tor); M. Schack (Tor); Enzfelder 7; Witt 6; Kunzmann 3; Akbulut 3; Hingerl 3; Lejic 2; Brem 1; Merola 1; Roesler-Schlueter 1.

„Das war heute in vielen Belangen einfach nicht gut genug. Die Ausfälle haben uns empfindlich getroffen. Trotzdem hätten wir mithalten können, haben dies aber leider nur phasenweise getan“, resümierte HSV-Spielertrainer Kevin Roesler-Schlueter nach dem Spiel gegen die TG Würzburg in der Handball-Herren-Bezirksliga Südwest Unterfranken. Unter der Woche wurden die Wertheimer von einer Erkältungswelle getroffen. Dementsprechend fehlten mit Christian Diehm, Luis Eichelbrönner, Marcel Michel und Tim-Roesler Schlueter wichtige Spieler.

Mit Leidenschaft agieren

Vor allem defensiv machten sich die Ausfälle bemerkbar, was sich nicht zuletzt im Ergebnis widerspiegelt. Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass der HSV stark ersatzgeschwächt in eine Partie geht. So nahm man sich auch dieses Mal vor, die Ausfälle mit Einsatz und Leidenschaft zu kompensieren. Nach neun Minuten ging m,an auch mit 6:3 in Führung. Doch in der eigenen Defensive machte sich nun mehr und mehr das Fehlen des etatmäßigen Mittelblocks Eichelbrönner/Michel bemerkbar.

Die Würzburger glichen allerdings schonin der 15. Minute aus. Dementsprechend ließ auch die erste Führung der Gastgeber nicht lange auf sich warten. In der Schlussphase der ersten Halbzeit schien sich die Abwehr nun besser gefunden zu haben und auch Torhüter Benedikt Schack trug mit einigen Paraden dazu bei, dass man in den letzten acht Minuten nur ein Gegentor bekam.

Dies wäre die Gelegenheit gewesen, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Doch die eigene Abschlussschwäche stand dem HSV im Weg. So erzielte man selbst nur zwei Tore und musste mit einem knappen Rückstand in die Kabine gehen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war klar, die Trefferquote muss steigen und die Abwehr so weiterarbeiten wie in den Schlussminuten. Die ersten 13 Minuten nach Wiederanpfiff ließen die guten Vorsätze nicht einmal erahnen. Offensiv fehlte nun nicht nur das letzte Quäntchen beim Abschluss, sondern auch die Idee wie man sich eine gute Tormöglichkeit erspielt.

Auf dem Silbertablett

Defensiv konnte man den Aufwärtstrend aus dem ersten Durchgang ebenfalls nicht bestätigen und servierte dem Gegner klare Chancen auf dem Silbertablett. 21:12 lag man nach 43 Minuten zurück. Doch der HSV zeigte Charakter. Trotz des nahezu unaufholbaren Rückstands kämpften die Wertheimer weiter und fanden allmählich zurück in die Spur.

Angeführt von Julian Enzfelder verkürzte man sechs Minuten vor dem Ende auf 28:23. Doch die Belohnung für die gute Moral war letztlich nur etwas Ergebniskosmetik. Mit 34:27 verlor man verdient gegen die TG 48 Würzburg. Der HSV verspielte damit die letzte Chance, die Saison auf dem zweiten Platz zu beenden. Auch der dritte Rang ist durch den nun schlechteren direkten Vergleich mit der TGW nur noch rechnerisch möglich. In der kommenden Woche steht dann die letzte Partie der Saison an.

In dieser will man sich gegen den TV Großlangheim zumindest gebührend von den eigenen Fans verabschieden. HSV Trainer Roesler-Schlueter äußert sich enttäuscht über das letztliche Abschneiden: „Wir haben uns fest vorgenommen, Zweiter zu werden und werden nun sehr wahrscheinlich nur Vierter. Das ist natürlich frustrierend.

Die ersten 13 Minuten im zweiten Durchgang haben wir fast gar nicht stattgefunden. Wir sind alle sehr enttäuscht. Aber wir haben noch ein Heimspiel zu absolvieren. Auch wenn es um nichts mehr geht, erwarte ich da von jedem Vollgas“, so Roesler-Schlueter. hsv