Handball

Handball Wertheimer besiegen Höchberg klar

HSV mit der richtigen Reaktion

Archivartikel

HSV Main-Tauber – TG Höchberg 38:20

HSV Main-Tauber: B. Schack, M. Schack (beide Tor), Michel (8 Tore), Kunzmann (6), K. Roesler-Schlueter (6), Merola (5), Hingerl (5/davon 3 Siebenmeter), Enzfelder (3), T. Roesler-Schlueter (2), Diehm (2), Krahne (1/1), Lejic, Eichelbrönner.

„Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die erste Hälfte war perfekt. Dass die Konzentration etwas abfällt, wenn die Partie schon gewonnen ist, ist ganz normal“, so Wertheims Spielertrainer Kevin Roesler-Schlueter nach dem Kantersieg seiner Mannschaft in der Handball-Bezirksliga Südwest Unterfranken gegen die TG Höchberg.

In der Tat erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Der HSV überrollte die Gäste regelrecht und lag schon nach acht Minuten mit 6:0 in Front. Man strahlte von jeder Position Gefahr aus, was sich auch in der Torverteilung widerspiegelt. Auch defensiv wirkten die Wertheimer sattelfest. Kaum ein Wurf des Gegners fand den Weg über den groß gewachsenen Mittelblock, bestehend aus Luis Eichelbrönner und Marcel Michel.

Aufgrund der geringen Fehlerquote und der hohen Treffsicherheit der Hausherren, kam der Gegner kaum dazu seine Stärke im Tempospiel zu zeigen. Stattdessen erzielten die Wertheimer Tor um Tor durch schnelle Gegenstöße nach Ballgewinnen. Die Führung wuchs bis zum 18:7 in der 24. Minute kontinuierlich an. Wie es schien, wollte man das Spiel bis zum Pausenpfiff endgültig entschieden haben. Jedenfalls startete der Gastgeber in den Schlussminuten des ersten Durchgangs noch einen 5:0-Lauf und zerstörte damit selbst die kühnsten Comeback Fantasien der Gegner.

Dennoch nahm man sich vor, nach dem Seitenwechsel weiterhin Gas zu geben – und dies gelang zunächst auch. Nach vier weiteren unbeantworteten Treffern lag der HSV mit 20 Toren vorne und selbst während einer doppelten Zeitstrafe gegen Julian Enzfelder konnten die Höchberger den Rückstand nicht verkürzen.

34:12 betrug der Vorsprung in der 47. Minute. Der HSV schaltete nun mehrere Gänge zurück. Zwar kamen die Wertheimer auch im Schongang noch zu ihren Chancen, diese wurden aber nun zu oft leichtfertig vergeben. Das nutzte die TGH aus und so gelang es dem Tabellensiebten, etwas Ergebniskosmetik zu betreiben.

Unter dem Strich steht aber immer noch ein mehr als deutlicher Sieg für den HSV. Auch wenn Höchberg nicht das Maß aller Dinge ist, so hoch wie die Wertheimer hat in dieser Saison noch keiner gegen die Turngemeinde gewonnen.

Coach Kevin Roesler-Schlueter hat nach dem deutlichen Sieg wenig zu kritisieren: „Wenn wir über den der Führung geschuldeten Leistungsabfall in der Schlussviertelstunde sprechen, ist das Meckern auf sehr hohem Niveau. Zwar stecken die Höchberger im Abstiegskampf, so hoch muss man aber auch erstmal gewinnen. Das spricht für uns. Das war definitiv die richtige Reaktion auf die Niederlage gegen Heidingsfeld.“ Für den HSV geht nun in Randersacker erneut gegen einen Abstiegskandidaten. mm