Handball

Handball Rimparer Wölfe ziehen in Lübeck den Kürzeren

Führung nicht ins Ziel gebracht

VfL Lübeck – DJK Rimpar Wölfe 23:21

Rimpar: Mallwitz, Wieser (beide Tor), Schömig (1 Tor), Böhm (1), Karle (4), Schmidt (3/davon 1 Siebenmeter), Kaufmann (2), Wirtz (2/2), Meyer, Schulz, Dayan (4), Kovacic, Brielmeier (4).

Das Team von Wölfe-Trainer Ceven Klatt fand gut in die Partie und führte nach zwei Siebenmeter-Toren von Linksaußen Tommy Wirtz nach drei gespielten Minuten mit 2:0. Danach verlief die Partie ausgeglichen und nach zehn Minuten stand es 5:5.

Angeführt von einem bärenstarken Marino Mallwitz im Tor, der am Ende auf über 36 Prozent gehaltene Bälle kommen sollte, schafften es die Gäste, sich etwas abzusetzen. Man spielte geduldig und bestach durch eine hohe Effektivität bei den herausgespielten Chancen. Nach 17 Spielminuten stand es 9:6 für Rimpar und die Gäste lagen erstmals mit drei Toren vorne. Mit 13:10 ging es schließlich in die Kabine.

Auch die ersten nach der Pause gehörten den Mainfranken, denn Steffen Kaufmann und Benedikt Brielmeier erhöhten die Führung auf 15:10. Doch die Blau-Weißen aus Lübeck hielten von nun an besser dagegen. Trotzdem hielt die Gästeführung zunächst weiterhin (14:18). Dann aber kamen die Hausherren aber immer weiter heran und dem „Wolfsrudel“ schienen die Kräfte zu schwinden. In der 55. Spielminute war der Vorsprung dann aufgebraucht und Lübeck glich zum 20:20 aus. Das Spiel stand jetzt natürlich auf der Kippe und beide Mannschaften hatten Chancen, beide Punkte zu ergattern. Der VfL Lübeck-Schwartau nutzte schließlich diese Möglichkeiten konsequenter aus und sicherte sich so vor der „Geisterkulisse“ einen Heimsieg, an den man zwischenzeitlich wohl selbst nicht mehr geglaubt hat.

Die couragierte Leistung der Wölfe hätte sicherlich etwas mehr verdient gehabt, doch man hat es verpasst sich selbst zu belohnen. Wenn man in den letzten 15 Minuten etwas abgezockter agiert hätte, wäre sicherlich etwas mehr drin gewesen.

Bereits am kommenden Wochenende geht es wieder in Richtung Norden; dann zum Wilhelmshavener HV. Auch dieses Spiel dürfte wieder sehr schwierig werden, da der Gegner alles andere als ein normaler Aufsteiger ist. Mit großen Ambitionen war man in die Saison gestartet und mit hohen finanziellen Mitteln sollte die Mannschaft sich direkt in der 2. Liga etablieren. Doch einige Probleme im Hintergrund des Vereins ließen eine Ungewissheit aufkommen, ob der WHV überhaupt Spiele bestreiten kann. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen zeigte man dann, dass man nicht nur spielen kann, sondern auch unter den schwierigen Umständen eine gute Rolle in dieser Liga spielen möchte.

Für die Wölfe bleibt jetzt ausreichend Zeit, um die Niederlage gegen den VfL aufzuarbeiten und sich auf den nächsten Gegner zu fokussieren. Dann wird am Samstag der nächste Anlauf gestartet. ms