Handball

Handball HSG macht es unnötig spannend, feiert aber trotzdem den wichtigen Heimerfolg gegen den TV Ispringen

Dittigheim/Tauberbischofsheim Sieger im „Verballerfestival“

Archivartikel

Dittigheim/TBB – Ispringen 28:25

Dittigheim/Tauberbischofsheim: Gluhak, Biesinger (beide Tor), Brezina (3), Hartmann (3), Steffen Gärtner (1), Mohr (4), Karl (2), Ehler, Bodo (6), Küpper (1), Mayer (2), Bitsch (3), Engert (3), Keupp.

„Wir haben es uns heute selber sehr schwer gemacht“ lautete das Fazit von Coach Thomas Keupp nach dem Heimspiel gegen den TV Ispringen. Dabei hatte es über weite Strecken der ersten Hälfte keineswegs nach einem Zittersieg ausgesehen. Die HSG-Abwehr stand sehr gut, und hinter deren sicheren Rückhalt erwies sich Chris Gluhak im Tor als nahezu unüberwindlich. So hatten die Gäste nach einer Viertelstunde gerade einmal zwei Tore erzielt, und erst in der 22. Minute gelang ihnen der vierte Treffer. Hätte die HSG in dieser starken Phase nicht reihenweise klare Torchancen versiebt – unter anderen wurden drei Strafwürfe vergeben – hätte der Gastgeber weit höher als 8:4 führen müssen. Es ist aber anzuerkennen, dass die Gäste zu keinem Zeitpunkt aufsteckten, und so bis zum Pausenstand von 12:9 für die HSG noch Ergebniskosmetik betreiben konnten.

Bereits in der Schlussphase des ersten Abschnitts hatte TVI mit einer Manndeckung gegen Viktor Bodo begonnen, dem HSG-Angriff den Schneid abzukaufen. Dies setzten die Gäste nach der Pause fort, und agierten dazu zeitweise mit einer offensiven Deckung gegen den Halblinken der Hausherren. Damit war den Angriffsbemühungen der HSG spürbar gehemmt. Phasenweise hilflos agierte die HSG, riskierte unnötige Anspiele an den Kreis und kassierte nach Fehlern einige Gegentreffer durch Konter.

Hinzu kam, dass die Abwehr kaum noch Zugriff auf die Gästeangreifer bekam, die immer wieder im Nahbereich zwischen sieben und acht Metern unbedrängt zu Sprungwürfen kamen. Von seinen Vorderleuten im Stich gelassen, bekam jetzt auch Gluhak im Tor kaum noch eine Hand an den Ball. So kam Ispringen immer näher heran, und glich in der 48. Minute zum 19:19 aus.

Doch wie schon in einigen knappen Spielen zuvor zeigte sich, dass das Team nicht einknickt, wenn es einmal nicht so läuft. In dieser entscheidenden Phase, als von links bei der HSG nichts mehr kam, sprang die rechte Angriffsseite in die Bresche. Florian Brezina auf Halbrechts und Jonathan Mohr auf Rechtsaußen erzielten zwischen der 40. und der 50. Minute alleine fünf Tore, die die HSG immer knapp in Führung hielten. Bodos Treffer zum 24:21 (53.) brachte wieder eine scheinbar beruhigende Führung, und in den Minuten danach hatten die Hausherren dreimal bei Tempogegenstößen die Chance, den Sack zuzumachen. Aber es sollte nicht sein, und so kam Ispringen noch einmal auf 24:25 (58.) heran. Aber letztlich ließ sich die HSG nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, und mit zwei Tempogegenstoßtoren von Mohr war der Sieg „eingetütet“.