Handball

Handball HG Königshofen/Sachsenflur vergibt in der Badenliga möglichen Sieg gegen Rintheim

Am Ende fehlte auch die Kraft

Archivartikel

Königshofen/S. – Rintheim 26:28

Königshofen/Sachsenflur: Schneider, Bawidamann (beide Tor), Grünewald, Dittmann (6), Henn (1), Roth, Edelmann (3), Fürst (4), Scherzinger (3), Bärlein, Collmann (5), Lang (4/1).

Die Badenliga-Frauen der HG Königshofen/Sachsenflur begann das Heimspiel gegen den Abstiegsmitkonkurrenten TSV Rintheim angriffslustig und motiviert. Das Spiel sollte für beide Mannschaften richtungsweisend im Abstiegskampf sein.

Entsprechend hektisch und nervös startete das Spiel auf beiden Seiten. Frühzeitige technische Fehler und vorschnelle Aktionen der HG brachten die Gäste nach vier Minuten mit 2:0 in Führung. Erst in der fünften Minute gelang den Mädels von Trainer Alexander Schad der erste Treffer durch eine Einzelleistung von Franziska Lang. Dies signalisierte den Startschuss für eine danach ausgeglichene Partie mit sehenswerten Aktionen der HG. Angesagte Spielzüge wurden konsequent durchgespielt und mit Abschlüssen erfolgreich beendet. Deutlich spürbarer Siegeswille ermöglichte ein Spiel auf Augenhöhe, in welchem sich über 5:5 und 9:9 kein Team entscheidend absetzen konnte. Das 11:10 durch Lydia Scherzinger markierte die erstmalige Führung, die bis zum Halbzeitstand von 13:12 gehalten wurde.

Trainer Alexander Schad stellte seine Schützlinge in der Halbzeit auf die 5:1-Abwehr der Gäste ein und die Taubertälerinnen fanden auch konzentriert in den zu erwartend harten zweiten Spielabschnitt zurück. Sogleich setzten sie sich mit dem schön über die Mitte herausgespielten Treffer von Sophia Fürst zum 15:12 mit drei Toren ab. Die Schwächephase der Rintheimerinnen wurden von der HG bis zur 45. Minute eiskalt genutzt. In dieser Phase bewies die HG wieder ihre Abwehrstärke und fand im Angriff Lücken, um sich für die Abwehrarbeit zu belohnen.

Bis zum 21:18 durch Levke Collmann sah man sich noch in der Erfolgsspur, doch ab der 43. Minute riss der Geduldsfaden und die HG verfiel erneut in Unsicherheiten und Nervosität. Im Angriff wurden die Spielzüge nicht mehr bis zur endgültigen Torchance ausgespielt und die Abschlüsse fanden sicherlich auch durch etwas Pech nicht mehr ins gegnerische Netz. Mit Fehlpässen und technischen Fehlern lud man die Gäste noch zu einigen Tempogegenstößen ein, die in der 47. Minute das Spiel gedreht hatten und selbst mit 23:22 in Führung gingen.

Noch weiter abgerutscht

Zeit zur Trendwende hätte die Mannschaft von Trainer Schad noch gehabt, allerdings schwanden dieser zunehmend die Kräfte. Dennoch war Aufgeben keine Option und die Zuschauer sahen eine spannende und umkämpfte Schlussphase. Im offenen Schlagabtausch behielten die Gäste mit viel Glück leicht die Oberhand und legten ab dem Ausgleich nochmals sechs Treffer nach. Die vier Tore der HG reichten in dieser Phase nicht mehr, in den letzten acht Minuten wollte der Ausgleich trotz aller Bemühungen nicht mehr fallen. Mit dem glücklichen Siegtreffer der Gäste mit der Schlusssirene trennte man sich mit einem Endstand von 26:28.

Die HG lieferte ein Spiel auf Augenhöhe, welches man am Ende nicht für sich entschied. Erschwerend kommt an diesem Nachmittag der Punktgewinn des TV Dielheim hinzu, welcher unbedingt in der Tabelle hinter der HG Königshofen/Sachsenflur bleiben muss. Mit 6:22 Punkten rutscht die HG auf den zehnten Tabellenplatz in der Badenliga ab. Dies muss nach der folgenden zweiwöchigen Spielpause korrigiert werden. hgd